Hoffnung - Geschichten nah an der Wirklichkeit

Autor: 

Ute Eppich (Herausgeberin)

Herausgeberin: Ute Eppich
Hoffnung. Geschichten nah der Wirklichkeit
Oktober 2001
ISBN 3-934852-49-1
9,41 Euro

Hoffnung - Geschichten nah an der Wirklichkeit

"Bauen Sie mit Ihren Träumen und Visionen an einer helleren und freundlicheren Welt! Es gibt so viel Böses um uns herum, und wir werden täglich mit schlechten, bedrückenden Nachrichten überflutet. Da sollten wir nicht auch noch davon phantasieren, sondern uns nach dem Motto "Gebt dem Bösen nicht zuviel der Ehr" lieber dem Guten im Menschen zuwenden."
So stand es im Ausschreibungstext zu dieser Anthologie.

Hoffnung und Phantasie gehören zusammen, denn ohne Phantasie lässt es sich nur schlecht auf bessere Zeiten hoffen. Hoffnung ist oft unrealistisch, aber sie gedeiht und lebt unter dem Wörtchen "Trotzdem" wie unter einem schützenden Dach. Das drückt sehr schön der folgende Text von Armin Zastrow aus.

Trotzdem:
Sie hat keine Chance. In der engen Mauerspalte.
Das ignoriert die Primel. Sie wächst trotzdem und trägt 16 Blüten.
Sinnlos, zu blühen bei 1 Grad plus. Keine Biene weit und breit.
Der Kirschbaum lächelt und blüht trotzdem.
Hoffnungslos! Aus dem wird nie etwas, schimpft der Vater.
Die Mutter nimmt den Jungen in den Arm und versucht es trotzdem wieder.
Einer allein ist machtlos! Das weiß die Umweltschützerin nur zu gut.
Aber sie demonstriert trotzdem.
Nach menschlichem Ermessen wird sie sterben. Die Ärzte teilen diese Überzeugung.
Und kämpfen um ihr Leben. Trotzdem.
Die Rückfallquote ist größer als 90 %. Der Bewährungshelfer kennt diese Zahlen.
Sie interessieren ihn nicht. Er arbeitet trotzdem.
Die Sozialarbeiterin hat schon mehrmals Prügel bezogen von den jungen Neo-Nazis.
Aber sie redet nicht darüber und betreut die Gruppe weiter. Trotzdem.
In Israel wird es niemals Frieden geben. Niemals! Das wissen alle.
Aber einige Verrückte kämpfen für den Frieden. Trotzdem.
Die Nachbarin hat schon immer Streit gesucht. Und wird es auch künftig tun.
Ich werde ihr trotzdem vergeben.



Inhalt
Vorwort
Ursula Schmid-Spreer: Hoffnung, Mein Freund
Willi Corsten: Träume, Der alte Mann
Ludwig Christ: Warum die Sterne in der Nacht leuchten
Christian Reul: My Angel Anna
Ute Eppich: Das Dorf der Glücklichen
Diana Lühmann: Das Uhrenpendel
Peter Hölterhoff: Sommernacht
Anna Rinn-Schad: Der Schmollfisch
Frank Schmitter: 38 Jahre, 4 Monate, 22 Tage
Heike Reiter: Zauberwald
Elvira Reck: Ein unmoralisches Angebot
Alexander Lohmann: Ein Monster im Schrank
Horst Dieter Radke: Eine halbe Stunde
Armin Zastrow: Ich habe gestohlen
Michaela Knospe: Der göttliche Strahl
Katharina Werner: Ein einziger Tag hatte alles verändert
Antje E. Schnabl: Hinter der Tür
Christel Scheja: Habt ihr einander gewärmt?
Anne Marie Daxer: Gedankenflug auf Edre 131 Regine Kölpin: Die Frau von Gegenüber
Bettina Licht: Der Ring
Kurt Möbus: Perseus Gruß
Jon Nuotclà: Ichhoffedass
Helga Schomerus: Begegnungen
Bess Dreyer: Aug' in Auge mit einem Drachen
Heiderose Reichelt: Lotterie
Waltraud Rohrmoser: Kurze Meldung
Thomas Wehr: Der Berg der Leere
Gerhard Zahmel: Hoffnung am Abgrund
Kurt Hohberg: Der Stein
Dirk Liedtke: Zwischen Erde und Himmel
Roland Stephan: Zu spät?
Sacha C. M. Storz : Kalliopes Schwestern
Christiane Schwarze: Nacht
Sylvia Ch. Hirsch: Heimgekehrt
Johanna Anderka: Farben träumen
Peter Endert: Der Seelensammler
Iris Mannitz: Die Geschichte vom kleinen Ich
Charlotte Engmann: Das Bettelmädchen
Andrea Tillmanns: Auch eine Art Weihnachtsgeschichte
Katharina Seidel: Der fliegende Teppich
Ursula Rudorf: Lang, lang ist's her...



 

"Bauen Sie mit Ihren Träumen und Visionen an einer helleren und freundlicheren Welt! Es gibt so viel Böses um uns herum, und wir werden täglich mit schlechten, bedrückenden Nachrichten überflutet. Da sollten wir nicht auch noch davon phantasieren, sondern uns nach dem Motto "Gebt dem Bösen nicht zuviel der Ehr" lieber dem Guten im Menschen zuwenden." data-share-imageurl="">