Reiser, Alexander: Robbenjagd in Berlin

Autor: 

coverreiser.jpg

Alexander Reiser,
Robbenjagd in Berlin

Humorvolle Erzählungen aus dem
Leben eines Aussiedlers

Geest-Verlag 2009
ISBN 978-3-86685
10 Euro 

 

 

Etwa zwei Millionen Auswanderer aus der ehemaligen Sowjetunion wohnen
inzwischen in der Bundesrepublik. Zerstreut auf das ganze Staatsgebiet,
trifft man auf sie in nahezu jeder Gemeinde oder Stadt. Die
‚unbekannten Nachbarn’, deren Präsenz man wahrnimmt, von denen man aber
nicht viel weiß außer den sporadischen Schlagzeilen der
Boulevardpresse. Aus einer ganz anderen Welt kommend, meistern sie
geschickt und mit viel Überlebenskunst ihren Alltag hier …
‚Robbenjagd in Berlin’ befasst sich mit diesem Alltag der
‚Russlanddeutschen’. In mehr als dreißig Kurzgeschichten, die dem Leser
einen Überblick über das Leben der Auswanderer in Deutschland und vor
der Abreise in Russland verschaffen, ver­mittelt sich durch das
humoreske Moment viel über die Selbstdefinition und das
Selbstbewusstsein der Auswanderer. Zugleich sind die Erzählungen eine
satirische Abrechnung mit einer verfehlten Migrationspolitik gegenüber
Menschen, die sich aus den entferntesten Regionen Russlands auf den Weg
gemacht haben, in ‚ihr’ Deutschland zu kommen und es trotz aller
Bemühungen und Erfolge wohl nie so richtig schaffen werden, anzukommen.

Der Autor
Alexander Reiser, 1962 in Sibirien geboren, See­mann, Saisonarbeiter in
einer Fischfabrik und beim Eisenbahnbau,  Pelztierjäger und
Ginsengsammler . Nach dem Studium der Journalistik an der Universität
in Wladiwostok schrieb er dort für verschiedene Zeitungen und
Zeitschriften. Ende der 90-er Jahre verschlägt es ihn nach Berlin.
Zahlreiche Veröffentlichungen in Deutsch und Russisch.