Rosenkranz, Ira-Elisa: Angelina Engel

Autor: 

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Ira-Elisa Rosenkranz

Angelina Engel.
Eine himmlische Geschichte.
Geest-Verlag, Vechta-Langförden, 2006.
ISBN 978-3-86685-021-7
10 Euro

 
Angelina Engel

ist ein sympathisches 15jähriges Mädchen und nimmt den Leser mit auf eine aufregende Reise ins Paradies. Sie erfahren dabei Überraschendes. Vieles ist so anders, als man es sich traditionell vorstellt. Die junge Titelfigur findet ihr neues Dasein herrlich und liebt es über alles. Aufregende und spannende Begegnungen faszinieren Jung und Alt bis zum Schluss. Die 15jährige Angelian stirbt bei einem Verkehrsunfall. Plötzlich merkt sie, dass sie als Engel weiterlebt. Einige Zeit, bis zu ihrer Beerdigung verbingt sie noch auf der Erde und lernt ihre Familie, Freunde und Bekannten aus einer ganz anderen Sicht kennen. Und als sie dann zu Petrus hinaufkommt (der hat sich gerade frisch rasiert, weil er auf Damenbesuch wartet), ist auch alles ganz anders, als sie denkt.

 

 Ira Elisa Rosenkranz

geboren in Speyer, aufgewachsen in Ludwigshafen,
Studium in Landau, lebt seit fast 30 Jahren mit ihrer Familie in Aurich/Ostfriesland.

Angelina Engel ist ihr erster Roman und ein riesiger Erfolg. Es steht eine Übersetung des Buches in die finnische Sprache an. Zahlreiche Schullesungen in vielen Teilen der Bundesrepublik inspirieren Jugendliche immer wieder dazu, ihre Vorstellungen über ein Jenseits zu reflektieren.

Mehr Informationen auf der Internetseite der Autorin

http://www.ira-elisa-rosenkranz.de

 

Lesungsbesprechung

Aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive beschäftigt sich die Schriftstellerin mit dem "Weiterleben nach dem Tode". Und so waren nicht nur die Autorin, sondern auch die beteiligten Lehrkräfte gespannt, wie die Thematik bei den Schülern ankommen würde. Am Anfang des Buches steht ein Schicksalsschlag. Die 15 jährige Angelina Engel kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Doch Ira Rosenkranz lässt das tote Mädchen "weiterleben". Unbemerkt kann Angelina sich auf der Erde bewegen, ist zu Hause bei ihren trauernden Eltern und Freunden. Sie ist mitten unter den Menschen und kann alles genau verfolgen und beobachten, was passiert. Angelina fühlt sich echt wohl in ihrem "2. Leben". Jetzt kann sie ganz nah bei ihrem Schwarm Torsten sein und ihn ungeniert küssen und streicheln. Aber sie lernt bei ihrem Streifzug auch das wahre Gesicht vieler Menschen kennen und muss hören, wie man über jemanden redet, wenn er tot ist. Das Mädchen kann sprichwörtlich Mäuschen spielen.

Doch auch nach der Ankunft im sogenannten Paradies geht es für die 15 jährige spannend und aufregend weiter, keine Spur von himmlischer Leichtigkeit und Ruhe. Locker, amüsant und witzig ist der Sprachstil der Autorin und daher auch besonders ansprechend für ein junges Publikum.

Dass jemand das Tabuthema Tod literarisch so verpackt, scheint auch den Schülern eher ungewöhnlich, so dass sie konzentriert und gebannt den Ausführungen der Autorin vorne lauschen. Und einige wollen noch  mehr wissen.  "Wie kommt man eigentlich zu diesem Thema?" war eine häufig gestellte Frage. Doch auch die schriftstellerische Arbeit interessierte. Wie lange man an so einen Buch arbeite und ob sie schon andere Bücher geschrieben habe, wurde die Autorin gefragt.

Dabei erfuhren die Schüler, dass Ira-Elisa Rosenkranz bereits an einer Fortsetzung zu "Angelina Engel" arbeitet. Sie sei über das große Interesse der Schüler und deren Ausdauer sehr erfreut gewesen, sagte die ehemalige Pädagogin am Ende der Veranstaltung.

Günter Niet (Lehrer an der RS Moordorf und Journalist der OZ)