Brückenprojekt Nationalsozialismus in Emstek

Brückenprojekt Nationalsozialismus in Emstek

Nach der Winterpause startet   das Brückenprojekt der Oberschule Emstek mit den nächsten Schreibtagen gleich wieder durch. Zielsetzung dabei ist die Aufarbeitung des Funktionierens des Nationalsozialismus anhand des Erlebens dieser Zeit mit einer Gruppe 14/15jähriger Jugendlicher aus diesen Jahren. Dabei werden besondere regionale Entwicklungen berücksichtigt, ohne dass das Projekt den Anspruch einer historischen Dokumentation erhebt. Es geht vielmehr um die fiktive Entwicklung einer Gruppe vin Jugendlichen in einer ländlichen, katholisch geprägten Gemeinde in Südoldenburg.

Schreiber sind zwei 9te Realschulklassen mit etwa 55 SchülerInnen, dabei auch eine größere Gruppe von Jugendlichen mit russlanddeutschem Hintergrund.

 

Die nächsten Schreibtermine sind der 22. Januar 2015 und der 1. bis 5. Februar 2015

veranstaltungsdatum: 

3. Februar 2016

Lesungen: 

03.02.16
Schüler der Oberschule , die Oberschule Emstek und der Geest-Verlag laden zum Zeitzeugengespräch im Rahmen des Brückenprojekts 'Nationalsozialismus in Emstek'

Schüler der Oberschule , die Oberschule Emstek und der Geest-Verlag laden zum Zeitzeugengespräch im Rahmen des Brückenprojekts 'Nationalsozialismus in Emstek'

Geest-Verlag, Lange Straße  41 a, 49377 Vechta
Presseinformation

Schüler der Oberschule , die Oberschule Emstek und der Geest-Verlag laden zum Zeitzeugengespräch im Rahmen des Brückenprojekts 'Nationalsozialismus in Emstek'
Gespräch zwischen Jugendlichen und älteren Menschen am kommenden Mittwoch, den 3. Februar 2016 um 10.00 Uhr in der Mensa der Oberschule


Im Rahmen der Projektwoche der Oberschule Emstek arbeiten die Schüler der 9ten Klassen der Realschule an ihrem Schreib- und Buchprojekt 'Nationalsozialismus in Emstek. Das Leben von Jugendlichen in dieser Zeit'. Unter Anleitung von Verlagsleiter Alfred Büngen vom Geest-Verlag schreiben die jungen Autoren schon seit einigen Wochen jeweils in der Rolle von Jugendlichen, die in den Jahren des Nationalsozialismus in ihrem heutigen Alter waren. Wie erlebten sie die Zeit, welcher Druck herrschte, welche Unfreiheit gab es, wie wurde ausgegrenzt? Viele Fragen haben die Jugendlichen bereits in ihren unterschiedlichen Rollen versucht literarisch zu beantworten. Am Ende steht ein Roman, der das Leben von Jugendlichen in diesen Jahren in diesem Ort vielseitig beleuchtet.

Am Mittwoch, den 3. Februar um 10.00 Uhr gibt es einen weiteren besonderen Teil des Projekts. Die Juegndlichen wollen sich mit Zeitzeugen treffen, um von ihnen zu erfahren, wie es in diesen Jahren wirklich war. Unter anderem hat die fast 90 jährige Anita Krüger aus Brake ihr Kommen zugesagt. Sie war, sieht sie heute sehr kritisch, damals im BDM und in anderen Organisationsstrulturen der NSDAP aktiv.  ,Wir haben uns damals von den Nazis einwickeln lassen', sagt sie heute bedauernd. Ich bereue das zutiefst. Aber das darf nicht wieder passieren. Deswegen ist es ganz wichtig mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, ihnen zu erzählen, wie es damals war, was man mit uns gemacht hat, warum wir reingefallen sind. Die Jugendlichen heute sollen eine andere, verantwortliche Entscheidung treffen. Frau Krüger, die nach dem Krieg in der Sozialdemokratie in Brake aktiv wurde, fühlt sich verpflichtet, in solchen Projekten mitzuwirken.  'Ich weiß, welche Fehler ich damals begangen habe.'
Die Jugendlichen hoffen natürlich, dass sich vielleicht auch noch andere Zeitzeugen aus Emstek oder aus der Umgebung melden. Sie wollen wissen, ob sie mit ihrem Denken und Fühlen über die Figuren, die sie in deisem Romangeschehen spielen, richtig liegen. Sie wollen mehr über diese Jahre erfahren. Toll wäre es natürlich auch, wenn Männer berichten würden, wie sie gemustert wurden, wie den Krieg erlebt haben.

Wer Interesse hat auch von älteren Mitbürgern, aber auch von Eltern und anderen Interessierten sollte sich einfach am Mittwoch, den 3. Februar um 10.00 Uhr in der Mensa der Oberschule Emstek einfinden. Sollte bei älteren Menschen ein Problem bestehen, zu der Veranstaltung zu bekommen, sollten sie sich einfach vorher beim Geest-Verlag melden (04447/856580). Dann wird versucht, eine Fahrhilfe zu finden.

Alfred Büngen
 

veranstaltungsdatum: 

3. Februar 2016

News: 

03.02.16
Gedenklesung für Rudolf Schlbach in der Klosterschänke Hude

Gedenklesung für Rudolf Schlbach in der Klosterschänke Hude

Mittwoch 3. Februar 2016, 19.00 Uhr
Remise der Klosterschänke Hude
Gedenklesung für Rudolf Schlabach

Eine besondere Lesung gibt es an diesem Mittwoch bei der turnusmäßigen Lesung des FDA in der Remise der Huder Klosterschänke
Der Verlagsleiter des Geest-Verlgs, bei dem die meisten Werke des Autoren Rudolf Schlabach erschienen, liest im Beisein seiner Frau einen Querschnitt aus dem Werk des Autoren, der im vergangen Jahr 91jährig verstarb.
Rudolf Schlabach geboren 1924 im Märkischen Sauerland; Kind­heit und Schule im Ruhrgebiet in der Kreisstadt Unna; im Kriege Wehrdienst bei der Marine; Studium der Germanistik, Philosophie, ev. Theologie. Gymnasiallehrer, Oberstudiendirektor als Leiter eines Gymnasiums in Unna; nach Pensio­nie­rung Umzug nach Norddeutschland, lebte bis zu seinem Tod  in Hude im Landkreis Oldenburg.
Neben seiner beruflichen Arbeit verfasste er Ge­dichte, erzählende Prosa, Hörspiele und Kom­men­tare zum Zeitgeist; erhielt den Josef Dietz­gen-Preis.
In dieser Gedenklesung versucht Alfred Büngen dem Schaffen des Autoren gerecht zu werden und die Breite des Autoren unter Beweis zu stellen.
Insbesondere wird er auch aus seinem noch nie öffentlich vorgestellten Novelle 'Die Freiheit zu schreien' lesen.
Natürlich ist die Lesung für alle Literaturinteressierte, für Bekannte und Freunde des Autoren öffentlich.


Sachlicher Befund
Rudolf Schlabach

Der letzte Zug ist abgefahren,
im Bahnhof geh’n die Lichter aus.
Wie reisedurstig wir noch waren!
Wir schleppen uns nun müd’ nach Haus.
Es zählt zum Faktum später Jahre,
gut zu verstehen das Wort Bahre.
Das Leben, oh, es war doch schön
trotz allem, was nicht wirklich rund.
Unangebracht ist das Gestöhn.
Wehrt eurem so schlau-dreisten Mund!
Auf jedem Friedhof kann man lesen:
Ins Jenseits muss, wer Mensch gewesen.

veranstaltungsdatum: 

3. Februar 2016

Lesungen: 

03.02.16