Brahms-Gipfel in Warfleth

Brahms-Gipfel in Warfleth

18. März: Brahms-Gipfel in Warfleth
"Der König der Klarinette", "Nina die Große" und Cellist Oren Shevlin feiern Brahms

Das gibt es nur ein einziges Mal: Drei  Spitzenmusiker aus Frankreich, England und den USA treffen sich am 18. März im Kirchlein am Deich, um dort  ihrer Liebe zu Brahms innig zu frönen. Vier Werke von Brahms, eines fließender und bezwingender als das andere, werden Klarinettist Patrick Messina (Paris), Cellist Oren Shevlin (Oldham) und Pianistin Nina Tichman (New York)  darbieten -- die wunderschöne frühe Cellosonate Nr. 1  (op. 38), die noch nach Bach, Beethoven und Schubert klingt, die beiden späten, meisterhaft runden Klarinettensonaten des opus 120, und schließlich das  begeisternde Trio für Klarinette, Cello und Klavier. Dazu bietet das Programm mit Alban Bergs "Vier Stücken" dem Klarinettisten noch besondere Gelegenheit, mit Virtuosenbravour zu brillieren.

"Lieben Sie Brahms?"

"Lieben Sie Brahms?", "Aimez-vous Brahms?", mit diesem Satz baggert der 25-jährige Philip in Françoise Sagans gleichnamigem Roman aus dem Jahre 1960 die 15 Jahre ältere Paula an, um sie zu einem Brahms-Sinfoniekonzert einzuladen. Mag heute auch mancher, bezogen auf des Meisters langatmige Sinfonien, diese Frage zu verneinen geneigt sein, so steht die Beliebtheit von Brahms´ Kammermusik außer Frage, vereinen sich in ihr doch reiche Melodik, modularer Fluss bis hin zu hypnotischer Suggestion, und kunstvolle Fokussierung in einzigartiger Weise. Bei aller formalen Strenge, mit der der Formenbewahrer Brahms zu Werke ging, verbergen sich in seinen Kompositionen emotionale Tiefenschichten. Seit er die Glut, mit der als 21-jähriger der 14 Jahre älteren Clara Schumann begegnete, kompositorisch zu sublimieren lernte, findet der analytische Blick des verständigen Interpreten hinter den bloßen Noten Erregung und Spannung, Dramatik und Melancholie zuhauf.

"Unvergleichlicher Schmelz", "herausragende Leistungen"

Große Musik braucht große Interpreten. Die in Warfleth antreten, sind prädestiniert, das flirrende Beben in Brahmsens Werken angemessen hör- und fühlbar zu machen, Euphorie und Wehmut delikat zu entbergen, der milden Gelassenheit der späten Stücke plastisch Gestalt zu verleihen. 

Oren Shevlin, seit 1998 Solocellist beim WDR Symphonieorchester,  ist Gründungsmitglied der Konzertreihe “Kammermusik Köln” und hat mit Partnern wie Pinchas Zukerman,  Matthias Buchholz, Renaud Capucon und dem Auryn Quartett musiziert. Er ist Preisträger beim  Musikwettbewerb der ARD, beim International Paulo Cello Competition Helsinki und beim Rostropovich Cello Competition. Auf CD hat er u.a.  Werke von Haydn, Donatoni und Schumann eingespielt, letzere unter der Leitung von Heinz Holliger.
Nina Tichman gehört zu den "bedeutendsten Pianisten unserer Zeit" (nmz). Mit 17 rockte sie mit Beethovens Fünftem Klavierkonzert die Carnegie-Hall. Ein Jahr später wurde ihr von der Juillard-School New York der Steuermann-Preis für "herausragende musikalische Leistungen" verliehen, später folgten Erste Preise bei den international bedeutenden Busoni-, Casagrande- und Mendelssohn-Wettbewerben. Die in Köln als Professorin Lehrende kann überdies auf eine umfangreiche Diskographie und auf die weltweite Leitung von Meisterklassen, Musikfestivals und von Jurys verweisen.

Wie Nina Tichman ist auch Klarinettist Patrick Messina in den großen Häusern der Musikwelt zuhause. In jungen  Jahren von Sir Yehudi Menuhin persönlich gefördert, vollendete der in Nizza geborene Sohn sizilianischer und spanischer Eltern seine Ausbildung in New York, gewann dort erste große Preise, wurde direkt im Anschluss ins Orchester der Metropolitan Opera aufgenommen, bevor er nach Europa zurückkehrte, um dort unter Kurt Masur Solokarinettist des Orchestre National de France in Paris zu werden. Diese Stellung hat er, inzwischen auch mit Professuren in Paris und in London ausgestattet, nach wie vor inne. Geehrt mit dem Kritiker-Titel "König der Klarinette", gefeiert für sein "singendes" Instrument, becheinigen Kritiker ihm einen  "makellos weichen Ansatz". Als er  2016 in Warfleth ein intensiv bejubeltes Konzert gab, freute sich der Weser-Kurier über "den unvergleichlichen Schmelz und die selbst im zartestem Pianissimo niemals nachlassende Tragfähigkeit seines Instrumententons" (Gerd Klingeberg).

Programm exklusiv für Warfleth

Die drei Stars haben zuletzt vor gut siebenJahren miteinander musiziert, bei den Internationalen Musiktagen auf Schloss Namedy. Als Nina Tichman -- sie schreibt auf ihrer Homepage von "meiner geliebten Konzertkirche Berne" -- beim Lesen des "Berne bringt ..."-Programms für 2016 auf die Ankündigung des Messina-Konzerts stieß, rief sie sofort ihn und Shevlin an, um einen gemeinsamen Auftritt in Warfleth zu verabreden. 

Das Konzert am 18. März, halb acht (19:30, !!), ist Folge dieser glücklichen Fügung, ein Anlass, der drei begnadete, mit hoher Sensibiltät begabte Musiker zusammenbringt zu einem Programm, das es anderswo nicht zu hören gibt.


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BITTE BEACHTEN SIE AUCH DAS POSTER ZUR LESUNG VON CORINNA HARFOUCH  --  und bestellen Sie bald!
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Die Daten auf einen Blick:

DIE DATEN AUF EINEN BLICK:
Samstag, 18. März 2017, 19:30 Uhr
// Einlass: 18:30 Uhr

Konzertkirche Warfleth, Deichstr. 120, 27804 Berne-Warfleth
//  Parken: Bauernstraße

„BRAHMS-GIPFEL" mit Patrick Messina, Klarinette, Oren Shevlin, Violoncello, und Nina Tichman, Klavier
BRAHMS Klarinettensonaten opus 120, 1. und 2.
Cellosonate Nr. 1, op 38
Klarinettentrio
BERG Vier Stücke

Ca, 2 Stunden + eine Pause
E. 30,00 Euro, Eintritt frei für Schüler, Studenten, Geburtstagskinder, Erwerbslose

Platzvergabe nach Bestelleingang
Ein Konzert von „Berne bringt ...", Veranstalter: Gemeinde 27804 Berne,
Organisation und künstlerische Leitung: Reinhard Rakow
Platzbestellung und Infos:
Reinhard Rakow, tel. 04406-920046, berne-bringt@t-online.de, www.reinhardrakow.


Kartenvorverkauf:

Brake: Tierarztpraxis Dr. Gäßlein, Frau Large
Elsfleth: Buchhandlung Leselust, Frau Witting-Fries
Oldenburg: Buchhandlung Libretto, Frau Pukropski

(Feste Platzreservierung nur möglich bei Rückruf 04406 - 920046)


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FÖRDERHINWEIS:
"Berne bringt ..." dankt der Stiftung Niedersachsen und allen Freunden und Förderern: EWE Stiftung, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, Oldenburgische Landschaft (Förderung aus Mitteln des Landes Niedersachsen).

veranstaltungsdatum: 

18. März 2017

Lesungen: 

18.03.17