Michael Tonfeld weilt mit zahlreichen Lesungen auf den Kinderkulturtagen in Wolfratshausen

Michael Tonfeld weilt mit zahlreichen Lesungen auf den Kinderkulturtagen in Wolfratshausen

Michael Tonfeld weilt mit zahlreichen Lesungen auf den Kinderkulturtagen in Wolfratshausen

Zahlreiche Schullesungen absolviert Michael Tonfeld mit seinen Programmen auf den Kinderkulturtagen in Wolfratshausen. Mit dabei natürlich seine Schnecken, die sich auf eine abenteuerliche Reise von Afrika nach Wolfratshausen machen.

Michael Tonfeld tritt seit über zehn Jahren erzählend mehr als 1.000 mal in Büchereien, Kindergärten, Schulen, auf Messen, in Museen, auf Afrika-Festivals und anderen Open-Air-Veranstaltungen im gesamten deutschsprachigen Raum auf.

Michael Tonfeld lebt in Augsburg. Viele Jahre war er Vorsitzenden des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt.
 

Dem Buch liegt eine CD mit der Version der Erzählperformance bei. Die Musik dazu komponierte, produzierte und spielte Kim Azas/Bénin, der Tonfeld während der Neunzigerjahre bei Auftritten musikalisch begleitete. Die Illustrationen entstanden nach Motiven von Susanne George, der Tochter des Autors. Tonfeld liest übrigens keine einzige Zeile vor, sondern erzählt das ganze Buch aus der Sicht der Schnecke, wobei die Kinder miteinbezogen werden. Außer den lebenden Achatschnecken, die sich streicheln lassen, nicht ins Haus zurückziehen, lernen die Kinder wichtigste Nahrungsmittel Westafrikas kennen, welche in einem kleinen Glossar der Geschichte angehängt wurden, und die der Autor bei Auftritten mit sich führt.


Daraus ein kleiner Auszug:


Richtig – ich stamme aus Afrika.
Wie ich ausgerechnet nach Deutschland gekommen bin? Das ist eine lange Geschichte ...
Eines schönen Regentages folgte ich den saftigen Blättern auf meinem Ast. Sie schmeckten wirklich ausgezeichnet. Ehe ich mich versah, hatte ich ungewollt einen Bach überquert und das gegenüberliegende Ufer erreicht.
Der Ast wurde dünn und dünner, bog sich mehr und mehr nach unten.
Ich bekam es fürchterlich mit der Angst zu tun, zog mich in mein Schneckenhaus zurück und – ließ mich einfach fallen.

Leider war der Bach kein gewöhnliches Gewässer, wie sich sehr bald herausstellte. Den Sturz überlebte ich zum Glück unbeschadet. Sogar mein Haus war heil geblieben.
Vorsichtig schob ich meinen Kopf aus dem Schneckenhaus und hielt nach meinen Eltern Ausschau. Aber weit und breit war keine andere Schnecke zu sehen.
Ich begann mich zu fürchten. Riefen die Stimmen der Wassergeister schon meinen Namen?
Dauernd hatte ich mich als Schneckenkind über mein langweiliges Leben beschwert. Jetzt also sollte ich endlich ein Abenteuer erleben.

 

veranstaltungsdatum: 

21. Oktober 2019

Lesungen: 

21.10.19