Barbe Maria Linke liest aus 'Wege, die wir gingen' im Templiner Seniorenclub in Berlin

Barbe Maria Linke liest aus 'Wege, die wir gingen' im Templiner Seniorenclub in Berlin


 

Autorin Barbe M. Linke stellt das Buch Wege, die wir gingen vor.

Zeit: am Mi 30. Okt. um 14.30 

Ort:Templiner Seniorenklub e. V.

Mitten im Leben und immer in Bewegung

Am Markt 19

17268 Templin

 

 

Wege, die wir gingen

Zwölf Frauen aus Ost- und Westdeutschland

geben Auskunft

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Rita Süßmuth

Coverbilder von Rosika Jankó-Glage

Geest-Verlag 2015

ISBN 978-3-86685-513-7

ca. 550 S., 16.80 Euro

Eines der politisch und literarisch aufregendsten Projekte, das mir in den letzten Jahren begegnete – Barbe Maria Linkes ‚Wege, die wir gingen‘.
Mit zwölf Frauen, jeweils sechs aus Ost- und Westdeutschland führte die Autorin erzählgenerierende Interviews durch. Zwölf Frauen sprechen über ihre Kindheit, ihre Ausbildung, über Freundschaft und Liebe. Sie denken nach über Gott und die friedliche Revolution, folgen dabei stets ihrer eigenen sinnstiftenden Wahrheit. Die Autorin beharrt bei ihren Interviews auf wenigen vergleichbaren Momenten, etwa dem Mauerbau und der Maueröffnung als historisch einschneidende Ereig¬nisse, lässt die Frauen ansonsten selber ihr Leben entwickelnd erzählen.
Auch Prof. Dr. Rita Süßmuth zeigt sich in ihrem Vorwort überrascht über die Individualität und Unterschiedlichkeit der Lebenswege nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch innerhalb Ost und West, die sich hierbei offenbaren. „Obwohl ich es weiß, verblüffte mich erneut, wie unterschiedlich sich jedes Leben gestaltet. Hier Demokratie, dort Diktatur. Aber so einfach ist es nicht.“
Lebensprägende soziologische Strukturen geben den Rahmen vor, Elternhaus, Schule, Ausbildung, Liebe etc. Hinzu kommt die jeweils besondere gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland Ost und West.

Nein, keine eindimensionale Lebensentwicklung Ost, keine West, vielmehr sehr individuelle Lebensentwürfe und deren Umsetzungen, die zwar auch bestimmt sind durch die gesellschaftlichen Strukturen des jeweiligen Systems, aber ebenso durch die Zielsetzungen der individuellen Biografien. Zugleich erfahren wir als Westler viel über die Lebensentwürfe Ost und natürlich ebenso umgekehrt. Es sind Frauen einer Generation, die gänzlich andere gesellschaftliche Entwicklungen erlebten und realisierten, die aber zugleich vor ähnlichen Problemstellungen standen (Ehe, Kinder, Beruf).
Das alles mit einer wunderbar leichten Hand geschrieben, die die Vertrautheit der Autorin mit den interviewten Menschen erkennen lässt. Natürlich hat Barbe Maria Linke den interviewten Frauen das Geschriebene noch einmal zur Abstimmung und zur Zustimmung vorgelegt, sodass keine Fremdinterpretation des Gesagten stattfindet. Auffällig ist, und es spricht für die angewandte Interviewtechnik der Autorin, wie sehr man bereits nach kurzer Zeit mit den jeweiligen Personen vertraut ist, von ihnen berührt, um Brüche, Fragwürdigkeiten, Stärken und vieles mehr weiß.

Ein tolles Buch, das zu lesen von der ersten bis zur letzten Seite eine mehr als spannende Lektüre i

veranstaltungsdatum: 

30. Oktober 2019

Lesungen: 

30.10.19
Barbe M. Linke stellt das Buch 'Wege, die wir gingen' im Pempliner Seniorenklub vor
30.10.19
Inge Schmidt liest am 30.10.2019 um 15.00 Uhr im Gemeindehaus Wardenburg

Inge Schmidt liest am 30.10.2019 um 15.00 Uhr im Gemeindehaus Wardenburg

 

Inge Schmidt - Eishände. Eine Lebensgeschichte

Inge Schmidt

Eishände

Eine Lebensgeschichte

Geest-Verlag 2017

160 S.

ISBN 978-3-86685-626-4

12 Euro

 

Im Mittelpunkt der ‚Eishände‘ steht die Lebensgeschichte der Inge Schmidt, geb. Wilke. Doch es ist weit mehr als die Biografie einer Frau, die 1941 in Jasenitz in Pommern gebo­ren wurde und sich ­- wie viele ande­re auch - mit Mutter und Geschwistern und ohne den Vater auf die Flucht begeben musste .
Nach einer tagelangen Zugfahrt erreichten sie den Südoldenburger Raum, genauer gesagt Drantum. Nicht alle Einheimischen waren erfreut über die Neuankömmlinge. Als Vertriebene mussten sie auch Ablehnung, Ausgrenzung und sogar Hass erleben, besaßen die evang-elisch-lutherischen Flüchtlinge doch auch einen anderen Glauben als die katho­lischen Einheimischen.
Inge Schmidt erzählt viel vom All-tagsleben der Fünfziger- und Sechzi-gerjahre, von Spiel, Schule, den Fes-ten in der Familie, erster Liebe und vielem mehr. Es ist auch die Ge­schichte einer Integration mit dem wirtschaftlichen Aufschwung, der Heirat, dem eigenen Kind, dem Haus­bau in Ahlhorn. Dazwischen dramatisches Erleben während der Flut­katas­trophe in Hamburg, Erlebnisse mit der eigenen Erkrankung.
Ein wunderbares Stück Zeitge­schich­te gerade auch für jüngere Menschen.

 



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veranstaltungsdatum: 

30. Oktober 2019

Lesungen: 

30.10.19
Matthias Rürup liest aus den 'Igelgesängen' beim Ostsbaumer Lagerfeuer

Matthias Rürup liest aus den 'Igelgesängen' beim Ostsbaumer Lagerfeuer


30.10.2019, 19.00 bis 21.00 Uhr: Lesung zusammen mit Kirsten Marter-Dumsch beim Ostersbaumer Lagerfeuer (Hagenauer Straße 30) mit Songs von Eva Kalien, mehr Informationen HIER https://www.facebook.com/Ostersbaumer-Lagerfeuer-316154441909038/

/?302658

29.11.2019, 19.00 bis 20.30 Uhr: "Igel-Gesänge" - literarisch-musikalische Performance zusammen mit Kirsten Marter-Dumsch und Uwe Sandfort im Foyer der VHS Wuppertal (Auer Schulstraße 20), Mehr Informationen https://www.wuppertal-live.de/?294780

 

veranstaltungsdatum: 

30. Oktober 2019

Lesungen: 

30.10.19