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Barbe Maria Linke liest aus 'Wege, die wir gingen' in Annenwalde

Barbe Maria Linke liest aus 'Wege, die wir gingen' in Annenwalde


4. August: 19 Uhr Kirche in 17268 Annenwalde. Konzertlesung:


 

 

Barbe Maria Linke

Wege, die wir gingen

Zwölf Frauen aus West- und Ostdeutschland

geben Auskunft

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Rita Süßmuth

Coverbilder von Rosika Jankó-Glage

Geest-Verlag 2015

ISBN 978-3-86685-513-7

ca. 550 S., 16.80 Euro

Eines der politisch und literarisch aufregendsten Projekte, das mir in den letzten Jahren begegnete – Barbe Maria Linkes ‚Wege, die wir gingen‘.
Mit zwölf Frauen, jeweils sechs aus Ost- und Westdeutschland führte die Autorin erzählgenerierende Interviews durch. Zwölf Frauen sprechen über ihre Kindheit, ihre Ausbildung, über Freundschaft und Liebe. Sie denken nach über Gott und die friedliche Revolution, folgen dabei stets ihrer eigenen sinnstiftenden Wahrheit. Die Autorin beharrt bei ihren Interviews auf wenigen vergleichbaren Momenten, etwa dem Mauerbau und der Maueröffnung als historisch einschneidende Ereig¬nisse, lässt die Frauen ansonsten selber ihr Leben entwickelnd erzählen.
Auch Prof. Dr. Rita Süßmuth zeigt sich in ihrem Vorwort überrascht über die Individualität und Unterschiedlichkeit der Lebenswege nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch innerhalb Ost und West, die sich hierbei offenbaren. „Obwohl ich es weiß, verblüffte mich erneut, wie unterschiedlich sich jedes Leben gestaltet. Hier Demokratie, dort Diktatur. Aber so einfach ist es nicht.“
Lebensprägende soziologische Strukturen geben den Rahmen vor, Elternhaus, Schule, Ausbildung, Liebe etc. Hinzu kommt die jeweils besondere gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland Ost und West.

Nein, keine eindimensionale Lebensentwicklung Ost, keine West, vielmehr sehr individuelle Lebensentwürfe und deren Umsetzungen, die zwar auch bestimmt sind durch die gesellschaftlichen Strukturen des jeweiligen Systems, aber ebenso durch die Zielsetzungen der individuellen Biografien. Zugleich erfahren wir als Westler viel über die Lebensentwürfe Ost und natürlich ebenso umgekehrt. Es sind Frauen einer Generation, die gänzlich andere gesellschaftliche Entwicklungen erlebten und realisierten, die aber zugleich vor ähnlichen Problemstellungen standen (Ehe, Kinder, Beruf).
Das alles mit einer wunderbar leichten Hand geschrieben, die die Vertrautheit der Autorin mit den interviewten Menschen erkennen lässt. Natürlich hat Barbe Maria Linke den interviewten Frauen das Geschriebene noch einmal zur Abstimmung und zur Zustimmung vorgelegt, sodass keine Fremdinterpretation des Gesagten stattfindet. Auffällig ist, und es spricht für die angewandte Interviewtechnik der Autorin, wie sehr man bereits nach kurzer Zeit mit den jeweiligen Personen vertraut ist, von ihnen berührt, um Brüche, Fragwürdigkeiten, Stärken und vieles mehr weiß.

Ein tolles Buch, das zu lesen von der ersten bis zur letzten Seite eine mehr als spannende Lektüre ist.

 

veranstaltungsdatum: 

4. August 2018

Lesungen: 

04.08.18
 
Olivier Theobald - Fragezeichen und Korkengeschmack - Lesung in der pro vita am 5. August
05.08.18
 
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3. Jahr Donnerstags bei Leutbecher startet mit Lesung von Christine Metzen-Kabbe am 9. August

3. Jahr Donnerstags bei Leutbecher startet mit Lesung von Christine Metzen-Kabbe am 9. August

 

Literaturveranstaltung geht erfolgreich ins 3. Jahr

Am 9. August 2018 geht „Donnerstags bei Leutbecher“ ins 3. Jahr.
Autorinnen und Autoren aus Oldenburg und Umzu, aber auch aus anderen Regionen der Bundesrepublik haben in den letzten bei - den Jahren einem interessierten Publikum ihre Texte vorgestellt.

Dazu gehörten u. a. Marina Kushnir mit ihrer gelungenen Buch - premiere zu „Geschichte eines Mäuserichs“, Christine Metzen – Kabbe mit Passagen aus ihren historischen Romanen der Zedek-Trilogie und der „Totenbeschwörerin des Königs“ (beide Olden - burg) , Dirk Röse, Haaren mit hintergründigen Texten und eigenen Liedern, Holger Schmitt mit Sagen aus dem oldenburger Land, Elli Nohr, Inge Ried, Detlev Welker und Heim Zeckel vom FDA – Nord mit heiteren und besinnlichen Texten aus ihren Werken aber auch Stefanie Dominguez aus Paderborn mit moderner Lyrik sowie Sue Bechert aus Darmstadt mit Kurzgeschichten aus dem Leben einer großen Stadt.

Nun geht diese besondere Literaturveranstaltung mal mit mal ohne musikalische Begleitung bereits ins 3. Jahr. Für 2018/19 werden einige der schon bekannten Autorinnen und Autoren wieder dabei sein aber auch neue Teilnehmer wie Kerstin Kelber, Ute Friedrich und Manfred Brüning.
Die Veranstaltung findet jeweils am 2. Donnerstag um 17.00 im
Cafè Leutbecher am Schlossplatz statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

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9. August 2018

Lesungen: 

09.08.18
 
 
Michael Tonfeld mit seinen Kinderbüchern mit afrikanischen Geschichten In Dingolfing
 
Lyrischer Garten mit Dichtern aus nah und fern - Renate Riehemann liest in Osterode
12.08.18
 
Renate Riehemann liest in Osterode

Renate Riehemann liest in Osterode


12. August, 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr -  Lyrischer Garten mit Dichtern aus nah und fern - Villa Gyps, Gipsmühlenweg 37 in Osterode
 

veranstaltungsdatum: 

12. August 2018

Lesungen: 

12.08.18
 
Berne bringt Cathy Yang und Benyamin Nuss

Berne bringt Cathy Yang und Benyamin Nuss

 

Berne bringt ...
Werke von
Mozart, Beethoven, Schubert,
Liszt, Debussy, Ravel, Poulenc,
Menzefricke

Sonntag, 12. August 2018
... Klavier zu vier


Cathy Yang, Klavier
Benyamin Nuss, Klavier
Konzertkirche St. Marien Warfleth
2008 - 2018: Zehn Jahre Warflether Konzerte

https://www.nwzonline.de/wesermarsch/kultur/warfleth-konzert-klavier-zu-...

Warfleth lädt am ersten Sonntag (12. August, 18 Uhr) nach den Sommerferien in die Konzertkirche ein, um sich von der Urlaubszeit zu verabschieden. Es spielen die kanadisch-chinesische Pianistin Cathy Yang und der auch in Japan gefeierte deutsche Pianist Benyamin Nuss. Die jungen Ausnahmemusiker gastieren mit einem Programm, das neben Solostücken von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Liszt Werke für Klavier zu vier Händen enthält.

Die in China geborene Cathy Yang erhielt früh ihren ersten Klavierunterricht. Ihre Ausnahmebegabung öffnete ihr so manche Tür zu weltweit angesehenen Pianisten, die sie immer wieder unter ihre Fittiche nahmen. Sie hält sich als Pianistin des erfolgreich durch Europa tourenden Gesangsensembles Aix Alma Trio und zu Duo-Konzerten mit Benyamin Nuss immer wieder in Deutschland auf.

Benyamin Nuss hat bereits vor Bundeskanzlerin Angela Merkel gespielt. Als Sohn des Posaunisten Ludwig Nuss und Neffe des Jazzpianisten Hubert Nuss wurde ihm eine außergewöhnliche Musikervita quasi in die Wiege gelegt. Benyamin Nuss konzertiert in der Berliner Philharmonie, Alten Oper Frankfurt und auf Tourneen als Solist oder mit diversen Spitzenorchester von Köln über Stockholm, Tokio und Singapur, bis hin zu Chicago und London. Dabei ist er nicht nur im klassischen Repertoire zuhause, sondern spielt auch mit Leidenschaft in der Jazzband seines Vaters. Mit großem Erfolg hat Benyamin Nuss außerdem Stücke des japanischen Komponisten Nobuo Uematsu (Computerspiel „Final Fantasy“) in seine Konzertprogramme aufgenommen. Nämlich Soundtracks für Videospiele, die er adaptiert und collagiert hat.

In Warfleth sind Yang und Nuss solistisch wie auch im gemischten Doppel zu erleben. Solo spielt Benyamin Nuss Liszts „Rigoletto-Paraphrase“ auf das legendäre Verdi-Quartett „Bella figlia dell’ amore“, Cathy Yang die Ballade Nr. 2 h-Moll von Liszt sowie „Miniaturen“ des deutsch-kanadischen Komponisten Ulrich Menzefricke. Mozarts berühmtes Geschwisterwerk KV 475 und 457, Fantasie und Sonate in c-Moll, teilen sich beide auf. Vierhändig zelebrieren sie zudem einen französischen Reigen. Dazu geben Yang und Nuss Beethovens D-Dur-Sonate opus 6 und als Höhepunkt Franz Schuberts unvergleichliche „Fantasie in f-Moll“ D 940. Sie gilt als Schlüsselwerk seiner letzten Jahre und als das Glanzlicht der Literatur. Von melancholischer Zartheit geprägt, eignet sich Schuberts Schlichtheit zu einer Art August-Musik, ein Abschied von einem Sommer, der nicht enden will.

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12. August 2018

Lesungen: 

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Buchpremiere 'Den Sternen so nah ...' im Gymnasium Damme

Buchpremiere 'Den Sternen so nah ...' im Gymnasium Damme


 

Presseinformation

Ein besonderes Schreiben und Sprechen

Den Sternen so nah ...


„Manchmal liebe ich die Kälte und manchmal friert mir die Wärme meine Liebe ein. Manchmal liebe ich das Leben und manchmal schreie ich es an, weil es besser wäre, es würde sich umdrehen und gehen. Es macht die Augen auf, die Ohren zu und meine Schreie hallen in allem, was ich bin, wider. Meine Pupillen splittern, meine Stimme reißt und niemand sieht, dass das Leben aufgehört hat, mich zu berühren.“
(Thalia Anna Hampf)

Buchpremiere des Hospizvereins Damme mit Texten über den Abschied am 14. August 2018 um 19.00 Uhr im Gymnasium Damme

Erwachsene und Jugendliche lesen ihre Texte über Abschied, Trauer, Tod und Leben.
Ein ganz besonderes Vorhaben zum 20-jährigen Bestehen des Hospizvereins Damme.

Statt der zu einem solchen Anlass üblichen Festschrift veröffentlicht der Hospizverein das Buch eines besonderen Projekts, das der Vorsitzende Peter Rörsch konzipierte. Jugendliche der Schreibwerkstatt des Gymnasiums Antonianum Vechta und des Gymnasiums Damme schrieben gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Koordinatorinnen des Hospizvereins. Die Themen waren durch die Arbeit des Hospizvereins vorgegeben: Abschied, Trauer, Tod und auch Leben, denn der Tod ist nicht ohne das Leben, das Leben nicht ohne den Tod zu begreifen.
Es galt, gemeinsam Worte zu finden. Schreiben und Sprechen führten immer wieder zur Verwunderung, zur Überraschung, wie unterschiedlich die Auffassungen sind, wie unterschiedlich für den Abschiedsprozess Worte gefunden werden können, wie intensiv alles auch mit Leben zu tun hat. Auf mehreren Abendtreffen und einem Wochenend-seminar tauschten die TeilnehmerInnen sich über Altersgrenzen hinweg aus. Intensive Gespräche brachten für Jugendliche und Erwachsene tiefe Erkenntnisse und emotionale Bereicherung. Olaf Bröcker, der Leiter der Schreibwerkstatt des Gymnasiums Antonianum, und Alfred Büngen, der Leiter des Geest-Verlags, die die Schreibprozesse moderierten, und Peter Rörsch waren über Gespräche und Inhalte begeistert.
Ein Teil der Texte wird nun in dem Buch ‚Den Sternen so nah …‘ veröffentlicht und von den SchreiberInnen auf der Premiere des Buches am 14. August im Gymnasium Damme um 19.00 Uhr erstmals öffentlich vorgetragen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Den Sternen so nah ...
Texte über den Abschied –
verfasst von Jugendlichen und Erwachsenen
Geest-Verlag 2018
Herausgegeben von Olaf Bröcker, Alfred Büngen, Peter Rörsch
ISBN 978-3-86685-681-3
10 Euro

veranstaltungsdatum: 

14. August 2018

Lesungen: 

14.08.18
 
 
Kulturspiegel des NDR berichtet über das Projekt und das Buch 'Den Sternen so nah ...'

Kulturspiegel des NDR berichtet über das Projekt und das Buch 'Den Sternen so nah ...'


 

Kulturspiegel NDR 1


 

Dienstag, 19.05 bis 20.00 Uhr,

den heißt es am kommenden Dienstag, den 21. August unbedingt hören, denn da gibt es ein kleines Feature über das Projket 'Den Sternen so nah ...' NDR-Redateurin Fritzi Blömer sprach vor einigen Tagen mit den Initiatoren des Projekts Peter Rörsch. Olaf Bröcker und Alfred Büngen und einigen Schreibern über das Thema und das Projekt. Wir sind alle sehr gespannt.

 

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16. August 2018

Lesungen: 

16.08.18
 
Barbe Maria Linke liest aus 'Aufbruch. Wohin' im Ev. Gemeindehaus in 17258 Feldberg, Prenzlauer Str. 18

Barbe Maria Linke liest aus 'Aufbruch. Wohin' im Ev. Gemeindehaus in 17258 Feldberg, Prenzlauer Str. 18


 



 17. August: 19.30 Uhr Ev. Gemeindehaus in 17258 Feldberg, Prenzlauer Str. 18


Barbe Maria Linke:
Aufbruch. Wohin
Stationen – Skizzen – Bilder

Geest-Verlag 2018



Nur eine Nadel trennt Himmel und Meer / da ist der Ort da ich wohne.
„Diese Gedichtzeile von Barbe Maria Linke könnte man über ihr gesamtes dichterisches Werk schreiben. Im Grenzbereich zwischen realer Wahrnehmung und gefühltem Erleben, eben genau an der Grenze zwischen Himmel und Meer, bewegen sich ihre Texte."(Wolfgang Steger, Wien)

Wolfgang Steger kennzeichnet die Autorin in ihrer Arbeitsweise treffend. Sieht man einmal von der eher dokumentarischen Arbeit ihres Buches ‚Wege, die wir gingen‘ (2015) ab, sind ihre beiden anderen großen Romane ‚Moses‘- ein Experiment‘ (2014) und ‚Träum mich, Geliebte‘ (2016) in ihren Handlungen angesiedelt zwischen Realität und Fiktion, zwischen realem und gefühlten Erleben. Sie benötigt zum Erfassen der Wirklichkeit offensichtlich das Gegenstück der Fiktion, um die Bedeutung der Wirklichkeit für das Leben in ihren Grundzügen bei den handelnden Personen und auch beim Leser in besonderer Weise sichtbar zu machen.
Dabei greift sie diesmal auf die theologische Figur der Maria Magdalena zurück und verarbeitet ihre Bedeutung, das Motiv des radikalen Aufbruchs, in einer heutigen Bedeutung und Auseinandersetzung.
Was veranlasst einen Menschen, in der Mitte seines Lebens alles zurückzulassen? Die Frage beschäftigt Elsa Eisenfeder, eine Schriftstellerin aus der Uckermark, seitdem sie das Textbuch für Maria Magdalena schreiben soll. In dieser Situation begegnet ihr die junge Schauspielerin Lena. Sie wird Maria Magdalena, die Weggefährtin Jesu, spielen. „Wie kann ich eine Frau, die vor zweitausend Jahren lebte, die Haus, Hof und Hund verlässt, um einem umherstreifenden Jüngling zu folgen, in ein Textbuch pressen?“, grübelt Elsa.

 

Ein Roman, der den anspruchsvollen Leser benötigt. Die nicht geradlinige Handlung verlangt den kombinierenden Leser, verlangt den Leser, der die grundlegenden Fragen mit denkt, der entscheidende Fragen mit stellt. Der Leser erlebt eine Flut von literarischen Formen, von der erzählenden Handlung, vom Brief bis zum Tagebuch etc. Ihm wird keine Atempause gegönnt, denn stets tauchen die Figuren auf und verwickeln ihn in neue Fragen, in Widersprüche. In Ahnungen und Gewissheiten, die sich wieder auflösen. 'Stationen, Skizzen und Bilder' benennt die Autorin ihren Roman, den sie bewusst so nicht nennt im Untertitel. Vielleicht kann man es auch als eine Collage der Grundfrage des Aufbruchs nennen. Eine sprachliche und inhaltliche Lesefaszination

 

 

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17. August 2018

Lesungen: 

News: 

17.08.18
 
Michael Tonfeld mit seinen Kinderbüchern mit afrikanischen Geschichten in Deggendorf
 
Lesung mit Renate Riehemann im Oberharzer Bergwerkmuseum in Clausthal-Zellerfeld
19.08.18
 
19.08.18
 
Heribert Rück liest am 18. August in der Buchhandlung Jakobi in Marburg

Heribert Rück liest am 18. August in der Buchhandlung Jakobi in Marburg


 


 

Buchhandlung Jakobi, Marburg.


18. August 16 Uhr

Es liest Heribert Rück aus 'Wege und Zeichen'

 

Heribert Rückhttp://geest-verlag.de/files/cover/wegeundzeichen.jpg
Wege und Zeichen
Eine Jugend im Sudetenland.
Geest-Verlag: Vechta-Langförden, 2005.
ISBN 3-937844-72-4
12.50 Euro

 

Keine regionale Geschichtsschreibung, vielmehr legt der Autor mit diesem Buch eine literarische Auseinandersetzung vor, die sich wohltuend abhebt, von vielem, was sonst zu dieser Zeit und Region angeboten wird.
Das Werk gibt Einblick in eine Zeit der Umbrüche. Als Volksschüler erlebt Robert Glasl die Tschechoslowakei der 30er Jahre, dann den Einmarsch der Deutschen, die Jahre des Kriegs und die Besetzung seiner Heimatstadt durch amerikanische Truppen. Nach dem Verlust des Elternhauses durch Enteignung kommt er in ein als Lager dienendes leerstehendes Hotel. Das Buch endet mit einer dramatischen Flucht. Obwohl Fiktion, weist der Roman viele Bezüge zum Leben des Autors auf. Mag sich auch mancherlei Einzelnes der Komposition verdanken, also fiktiv sein, so bleibt doch der naive Blick des Kindes und Jugendlichen auf das zeithistorische Umfeld authentisch.

 

 

veranstaltungsdatum: 

18. August 2018

Lesungen: 

18.08.18
 
Dietmar Linke liest aus Bedrohter Alltag in Lychen / Kirche

Dietmar Linke liest aus Bedrohter Alltag in Lychen / Kirche

18. August: 19 Uhr Kirche in Lychen

5. Oktober: 19 Uhr Ev. Kirchengemeinde Fürstenwerder, Ernst-Thälmann-Str. 37, 17291 Fürstenwerder

08. November: 19.30 Uhr Kirchengemeinde St. Nicolai, Lüner Str. 15, 21335 Lüneburg

 

Dietmar Linke
Bedrohter Alltag
Als Pfarrer im Fokus
des MfS
Vorwort von
Karl Wilhelm Fricke
Geest-Verlag 2015
ISBN 978-3-86685-512-0
ca. 480 S., 16.80 Euro

Die Nachrichten der letzten Jahre und Monate über das Bespitzeln von Bür­gern per Telefon und Internet durch aus- und inländische Geheimdienste stellt für ein solches Buch einen nicht zu übersehenden aktuellen Bezug dar. Ein Pfarrer, der in der DDR sein Amt nicht nur „verwalten“, sondern den Freiraum Kirche im real-existierenden Sozialismus erlebbar machen wollte, geriet rasch in den Fokus des MfS (Ministerium für Staatssicherheit). Für einen offenen Dialog gab es außer­halb der Kirche kaum einen Raum.

In einem Gespräch mit Jürgen Fuchs, im Buch dokumentiert, sagt dieser zum Ehepaar Linke: „Ich finde euch in keiner Weise defensiv. Ich empfinde euch als realistisch, mutig, energisch. Ich empfinde euch solidarisch gegen­über anderen und euch selbst. Ich wollte nur andeuten, dass es sowieso keine Möglichkeit gibt, die Taten von Wiegand und anderen rückgängig zu machen, ob sie nun verstehen, was ihr für richtig haltet, oder ob sie bereuen, das ist fast eine untergeordnete Frage. Sondern dass es bei Men­schen­rechtsverletzungen und Ver­brechen dieser Art und auch dem, was man selber erlebt hat und an­dere erlebt haben, nur das produ­ktive Dagegen gibt, human natür­lich, aber das produktive Dagegen. Das drückt ihr für mich aus. Ich empfinde die Gesellschaft ins­gesamt als defensiv. Sich vorzu­stellen, Wiederholungen und Ausdeh­nung von solchen Ge­scheh­nissen [...] Umso wichtiger ist das, was ihr tut.“

So ist man geneigt, bei Dietmar Lin­kes ‚Bedrohter Alltag' mit Brecht von einer Beispielgeschichte zu spre­chen, die weit über den dokumen­tarischen Charakter hinaus die sys­te­matischen Zerstörungsversuche des MfS gegen einen Aufmüpfigen zeigt. Linke war von 1971 bis 1983 Pfarrer in verschiedenen Gemeinden in der DDR, arbeitete im Rahmen seiner Tätigkeit gemeinsam mit seiner Frau mit kritischen Schrift­stellern der DDR zu­sammen, war Mitbegründer der ‚Friedenswerk­statt' in Ostberlin.

„Was ihr berichtet, beschreibt, erlebt, bekämpft und durchgestanden habt“, so schreibt Jürgen Fuchs, „betrifft viele, wenige, die es so weit betreiben wie ihr. Wenige, die es reflektieren. Wenige, die es auf den Punkt bringen. Aber es ist doch fast ein Massenphänomen. Die Wahr­scheinlichkeit, dass es zukünftig auftritt, so und anders, ist relativ hoch.“

Ein Buch, das wie kaum ein zweites das beschreibt, wessen man die DDR anklagen muss. Sie hat einen Staats­terrorismus errichtet, der sich auch dann noch gegen die Bürger richtete, die das Land erzwungenermaßen ver­lassen hatten. So wurde auch das Ehepaar Linke nach ihrer Ausbür­gerung nach Westberlin weiterhin über­wacht und stand im Fokus staatlicher Dienststellen der DDR.
Ein aufregendes und ein aufklärendes Buch, das angesichts sich ver­stärkender, ver­harmlosender Ostal­gien ein unbedingtes Muss ist, das die Systematik von staatlichem Terror und Zerstörung zeigt.

Aus dem Vorwort
von Karl Wilhelm Fricke

Das  Buch  ist nicht nur von biogra­fischem Interesse. Es ist auch und nicht zuletzt ein Zeugnis christlicher Selbstbehauptung und Opposition und damit ein belangvoller Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Ver­-gan­genheit. Dietmar Linke war Zeitzeuge speziell der ersten Jahre nach dem Machtwechsel von Walter Ulbricht zu Erich Honecker, der mit mancher Hoffnung auf inneren Wandel der DDR verbunden war.  Erst die dramatische Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz am 18. August 1976 auf dem Marktplatz in Zeitz, ein verzweifelter Protest gegen die Unter­drückung der Kirche, warf ein grelles Schlaglicht auf die  Wirk­lichkeit im Staat-Kirche-Verhältnis der DDR.
Daran zu erinnern, ist in einer Zeit nos­talgischer Verklärung und postdik­tatorischer Schönfärberei sinnvoll und notwendig. Darin besteht das Ver­dienst des Autors. Seinem Buch ist eine breite Leserschaft zu wünschen. Namentlich Pastoren und Pädagogen der jüngeren Generation sollten sich für die Lektüre interessieren.

Dietmar Linke
1944 in Breslau geboren. Theologie­studium an der Humboldt-Universität Berlin. 1971 bis 1978 Pfarrer in Meins-dorf/ Kreis Jüterbog. 1978 bis 1983 Pfarrer in Neuenhagen b. Berlin.
In dieser Zeit Zusammenarbeit mit kritischen Schriftstellern der DDR.
Mitbegründer der »Friedenswerkstatt« in Ostberlin. Im Dezember 1983 Ausbürgerung nach Westberlin.
Referent beim Gesamtdeutschen Institut.
1987 bis 1997 Pfarrer an der Kapernaum - Kirche in Berlin-Wedding.
Tätig als Publizist und Autor.

 

veranstaltungsdatum: 

18. August 2018

Lesungen: 

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Wohnzimmerlesung gegen rechts in Wildeshausen am 24. August
24.08.18
 
 
Michael Tonfeld mit seinen Kinderbüchern mit afrikanischen Geschichten in Sonthofen
 
2. Literaturpreis Harz Und wenn im Harz die Bratkartoffeln blühn - Buchpremiere im Festsaal des Schlosses zu Harzgerode

2. Literaturpreis Harz Und wenn im Harz die Bratkartoffeln blühn - Buchpremiere im Festsaal des Schlosses zu Harzgerode


 


Preisverleihung und Buchpremiere
2. Literaturpreis Harz
Und wenn im Harz die Bratkartoffeln blühn
am 26. August 2018
11.00 Uhr im
Festsaal des Schlosses zu Harzgerode
Schloßstraße 1, 06493 Harzgerode

mit Landrat Martin Skiebe (Grußworte/ Preisverleihung)

Moderation Renate Maria Riehmann und Alfred Büngen

 

 

 

 

 

 

veranstaltungsdatum: 

26. August 2018

Lesungen: 

26.08.18
 
Lesung im Schloss Harzgerode mit Renate Riehemann
26.08.18
 
26. August - Irmgard Lauff liest aus 'Perlen in meiner Hand' im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche in Brühl

26. August - Irmgard Lauff liest aus 'Perlen in meiner Hand' im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche in Brühl


 

Der Sonntags -Tatort
am 26. August 2018….

- diesmal schon um 17 Uhr….allerdings nicht im Ersten sondern im Gemeindehaus der
Evangelischen Kirche, Mayersweg 5-7, Brühl


Keine Sorge - kein Thriller - eine ganz unauffällige, aber spannende Alltagsgeschichte.
Ihre Spuren führen nach Brühl - nicht zu den Römern, nicht zu den Kölner Erzbischöfen
und Kurfürsten, nicht zu Max Ernst, dem großen Surrealisten, aber in die Zeit seiner Jugend,
die Zeit, in der er in Brühl zur Schule, zum Gymnasium ging und vielleicht in Latein
oder Deutsch von Flora’s Ehemann unterrichtet wurde.
Floras Enkelkind, Anna, hat sich in Großmutters
Gedankenwelt hineinversetzt. Sie hat mit
ihr das Leben in den 50er Jahren bis zu ihrem
Tod geteilt, hat ihren Geschichten aufmerksam
zugehört, hat sie beobachtet und
versucht, sie zu verstehen: das Leben einer
alten Frau, im Sessel lesend oder Rosenkranz
betend.
Auf diese Weise ist ein lebendiger, authentischer
Text entstanden,eine persönliche Geschichte,
ein innerer Dialog, generationsübergreifend,
gleichzeitig eine Frauen-, Familien-
und Sozialgeschichte von der Gründerzeit
des 19. Jahrhunderts bis in die Fünfzigerjahre
des 20. Jahrhunderts, der Versuch der
‚Spurensicherung der Gefühle‘ eines nicht
gelüfteten Familiengeheimnisses, das in
Brühl seinen Anfang nahm.
„Ich finde den Text sehr gut: eine Mischung
zwischen Historischem und Lyrischem, witzig
pointiert.“ György Dalos, Schriftsteller
Mehr kann ich nicht erinnern, das heißt, will ich nicht. Noch jetzt beginnen meine Hände zu
zittern, mein Herz pocht wie wild, …Ich habe geschwiegen, weil ich Schweigen für das
Beste halte, für das Allerbeste. Aber mein Schweigen brüllt in mir. (Textauszug)


Irmgard Lauff: Perlen in ihrer Hand Floras Jahrhundert vor, während und nach zwei
Weltkriegen Geest-Verlag 2018 ISBN 978-3-86685-662-2, 120 S., 10 Euro

veranstaltungsdatum: 

26. August 2018

Lesungen: 

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Heike Avsar: 'Sterne über Anatolien' im Gemeindehaus Lübars

Heike Avsar: 'Sterne über Anatolien' im Gemeindehaus Lübars


 


"Sterne über Anatolien"

Mittwoch, 29. August 2018, 15:30 Uhr

Gemeindehaus Lübars

Zabel-Krüger-Damm 115

13469 Berlin

 

 

Freitag, 09. November 2018, 18:00 Uhr

Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde

Alt Tempelhof und Michael

Kaiserin-Augusta-Straße 23, 1. Stock

12103 Berlin




Freitag, 07. Dezember 2018, 19:00 Uhr

Bibliothek Leben in Wilhelmsruh e. V.

Hertzstraße 61

13158 Berlin

Heike Avsar, „Sterne über Anatolien – Leben zwischen zwei Kulturen“

 


Die Liebe und das Leben zwischen der deutschen und der türkischen Kultur, davon erzählt dieser Roman. Als sich Ilke Ende der siebziger Jahre in einen türkischen Mann verliebt, sehen sie sich mit Ausgrenzung und Vorurteilen konfrontiert.

Es ist aber auch der Beginn von persönlichem Glück und der Vielfalt völlig neuer Welten, die sich ihr bei gemeinsamen Reisen zur Familie des Partners in die Abgeschiedenheit eines kleinen mittelanatolischen Dorfes auftun. Sie lernt die kulturellen und religiösen Unterschiede verstehen. Aber auch zum Teil schwer zu akzeptierende Traditionen, wie eine Zwangsheirat, die sie miterleben muss. Das ständige Gespräch des Ehepaars über unterschiedliche Werte, der beidseitige Versuch der Offenheit und Akzeptanz sowie ihre ungebrochene Liebe füreinander und zu ihrem gemeinsamen Sohn, verhindert die Kapitulation vor der fremden Kultur.

Eine bewegende Geschichte über Liebe, Vorurteile, Ausgrenzung und Verlust.

 

 

veranstaltungsdatum: 

29. August 2018

Lesungen: 

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Renate Riehemann liest i, Hus in Dieke in Osterode
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