Es sind keine Artikel in Ihrem Warenkorb.
Im Flüchtigen
Neben dem Mann
angeleint mit gesenktem Kopf
trottet der Hund
Befreit das Tier
im brackigen Wasser ein Bad
Spuren setzen die Pfoten
deutlich dann schwach dann nicht mehr
Die Fährte verblasst
verdunstet das Zeichen
ein Hund von dort lief er
wohin
Im Flüchtigen eine Berührung
Spuren dass sie vergehen
sie waren sie sind
auf dem Weg

Die Sonne ersehnt
Die Sonne ersehnt
In Muse sitzend
Auf dem Balkon
Beglückender Duft
Umschmeichelt
Die Seele
Blaue Glöckchen
Schellen für die Küche
Priemel blühen in
Bunten Kugeln
Die Stadt erblindet
Vor Neid
Wiegende Birken
Im lauen Wind flüstern
Wintergeheimnisse
Wispern mit
Träume sind wie Seifenblasen
JUGEND
In der ersten Hälfte des Jahrhunderts
tobten 2 grausame Weltkriege.
Ich hatte Glück und wurde erst 1946 geboren.
In beiden deutschen Staaten konnte man einigermaßen leben,
weit besser als in vielen anderen Teilen der Welt.
In beiden Staaten war es etwas muffig und spießig
(Beide Deutschlands waren mehr und weniger
Obrigkeitsstaaten),
und trotzdem ging es den Meisten nicht schlecht.
Im reichen Westen gab es mehr Demokratie und Freiheit.
Und für die traten wir an.
Zu schnell
Nicht schon alles wissen wollen
Am Anfang
Und schnell
Mühelos
Manches muss reifen und wachsen
Braucht Zeit und Geduld
Eh Antwort geschieht
In die Freiheit hinein

Meine wichtigste Erfahrung
Nach vier Umzügen beschloss meine Familie, nicht noch ein weiteres
Mal umzuziehen. Meine ältere Schwester Sonja und ich sollten die Chance
haben, uns an einem Ort einzuleben und Freunde zu finden. Obwohl das
Angebot der Firma meines Vaters viele Vorteile hätte bringen können,
entschieden sich meine Eltern, fortan mit meiner Schwester und mir in
der Ruhrgebietsstadt Essen zu leben.
Für mich war es nicht leicht zu verstehen, wa-rum wir ständig umgezogen
sind und ich nie feste Freunde hatte. Dennoch lebte ich mich immer

Mit vierzig
Der flüchtige Augenblick,
eine Taube im Aufwind.
Im Morgengrauen
begegnen sich Anfang und Ende
der Liebe,
als läge dazwischen
nur mehr ein Wimpernschlag.
Mit vierzig endlich
denkt es sich sichrer
von Anfang an
über das Ende hinaus.

Hans Dierck Waller:

Es hat sich gelohnt
Du schlägst die Augen auf, und schon ist es wieder da, dieses Gefühl. Du kannst es nicht beschreiben, es ist da, und du wirst es einfach nicht los. Dieses Gefühl der Leere in deinem Kopf, in deinem Magen, in deinem ganzen Kör-per. Du hast seit Tagen nichts gegessen, ge-schweige denn getrunken. Du weißt nicht, wo sie alle sind: deine Familie und deine Freunde, deine Nachbarn und deine Bekannten. Am liebsten würdest du dich umbringen vor Ein-samkeit.