Veröffentlichungen

Elisabeth Lichter - Im Flüchtigen (Gedicht des Tages am 9. April)


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Im Flüchtigen

Neben dem Mann
angeleint mit gesenktem Kopf
trottet der Hund

Befreit das Tier
im brackigen Wasser ein Bad
Spuren setzen die Pfoten
deutlich dann schwach dann nicht mehr

Die Fährte verblasst
verdunstet das Zeichen
ein Hund von dort lief er
wohin

Im Flüchtigen eine Berührung
Spuren dass sie vergehen
sie waren sie sind
auf dem Weg

Karin Flörsheim - Die Sonne ersehnt (Gedicht des Tages am 8. April)

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Die Sonne ersehnt

 

Die Sonne ersehnt

In Muse sitzend

Auf dem Balkon

Beglückender Duft

Umschmeichelt

Die Seele

 

Blaue Glöckchen

Schellen für die Küche

Priemel blühen in

Bunten Kugeln

Die Stadt erblindet

Vor Neid

 

Wiegende Birken

Im lauen Wind flüstern
Wintergeheimnisse

Wispern mit

Günter Ullmann - Jugend (Gedicht des Tages am 7. April)


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JUGEND
In der ersten Hälfte des Jahrhunderts
tobten 2 grausame Weltkriege.
Ich hatte Glück und wurde erst 1946 geboren.
In beiden deutschen Staaten konnte man einigermaßen leben,
weit besser als in vielen anderen Teilen der Welt.
In beiden Staaten war es etwas muffig und spießig
(Beide Deutschlands waren mehr und weniger
Obrigkeitsstaaten),
und trotzdem ging es den Meisten nicht schlecht.
Im reichen Westen gab es mehr Demokratie und Freiheit.
Und für die traten wir an.

Wolfgang Buchhorn - Zu schnell (Gedicht des Tages am 6. April)


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Zu schnell

Nicht schon alles wissen wollen
Am Anfang
Und schnell
Mühelos
Manches muss reifen und wachsen
Braucht Zeit und Geduld
Eh Antwort geschieht
In die Freiheit hinein

Christian Schaal - Meine wichtigste Erfahrung (Jugendliche melden sich zu Wort am 5. April)

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2:02 minutes (953.51 KB)

Meine wichtigste Erfahrung

Nach vier Umzügen beschloss meine Familie, nicht noch ein weiteres
Mal umzuziehen. Meine ältere Schwester Sonja und ich sollten die Chance
haben, uns an einem Ort einzuleben und Freunde zu finden. Obwohl das
Angebot der Firma meines Vaters viele Vorteile hätte bringen können,
entschieden sich meine Eltern, fortan mit meiner Schwester und mir in
der Ruhrgebietsstadt Essen zu leben.
Für mich war es nicht leicht zu verstehen, wa-rum wir ständig umgezogen
sind und ich nie feste Freunde hatte. Dennoch lebte ich mich immer

Sabine Prilop - Mit vierzig (Gedicht des Tages am 5. April)

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0:47 minutes (370.25 KB)

Mit vierzig

 

 

Der flüchtige Augenblick,

eine Taube im Aufwind.

 

Im Morgengrauen

begegnen sich Anfang und Ende

der Liebe,

als läge dazwischen

nur mehr ein Wimpernschlag.

 

Mit vierzig endlich

denkt es sich sichrer

von Anfang an

über das Ende hinaus.

H. D. Waller - Auf der Suche nach einem neuen Anfang (Leseprobe 1. Kapitel)

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6:31 minutes (2.99 MB)
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Malin Fortkamp - Es hat sich gelohnt (Jugendliche melden sich zu Wort am 4. April)

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5:53 minutes (2.69 MB)

Es hat sich gelohnt

Du schlägst die Augen auf, und schon ist es wieder da, dieses Gefühl. Du kannst es nicht beschreiben, es ist da, und du wirst es einfach nicht los. Dieses Gefühl der Leere in deinem Kopf, in deinem Magen, in deinem ganzen Kör-per. Du hast seit Tagen nichts gegessen, ge-schweige denn getrunken. Du weißt nicht, wo sie alle sind: deine Familie und deine Freunde, deine Nachbarn und deine Bekannten. Am liebsten würdest du dich umbringen vor Ein-samkeit.

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