Anlässlich der Tage gegen Gewalt an Frauen - Alexandra Milas: Die im Zeichen von Mond und Stern geboren wurde. Online-Lesung am Donnerstag 2.12. um 18.30 Uhr im Gulfhaus Vechta

Anlässlich der Tage gegen Gewalt an Frauen

Alexandra Milas: Die im Zeichen von Mond und Stern geboren wurde

Eine kurdische junge Autorin erzählt ihre Lebensgeschichte im Gulfhaus Vechta

Online-Lesung am  Dommerstag 2.12. um 18.30 Uhr im Gulfhaus Vechta

 

Partnerschaft für Demokratie, der Geest-Verlag, der AStA der Universität Vechta und Kultur lebt e.V. und andere laden am Donnerstag, dem 2.12. zu einer ganz besonderen Lesung anlässlich der Tage gegen Gewalt an Frauen ein.

Vorgestellt wird in Anwesenheit der Autorin Alexandra Milas deren Lebensgeschichte vom Aufwachsen in einer traditionell muslimisch geprägten Gesellschaft bis hin zu ihrer Flucht nach Deutschland, die sie nun schon lange Zeit in verschiedenen Frauenhäusern verbingen lässt. Eigentlich war die Lesung im Gulfhaus natürlich mit Publikum geplant, was angesichts der Corona-Situation nicht möglich ist. Die Veranstalter haben sich aber zur Sicherheit für Publikum und Lesende zu einem Live-Stream entschlossen. Die Sendung ist ab 18.30 Uhr live im  Internet auf dem You-Tube Kanal von Farbwechsel-für ein Nachdenken zu hören und zu sehen ( https://www.youtube.com/channel/UCqBHy0V-5PhsO8Zc2DV4VUw) oder kann auch anschließend dort noch einmal angeschaut werden.

Es lesen die Autorin Alexandra Milas sowie Nida Özuylasi und Alfred Büngen. Gesprächsleitung und technische Verantwortung liegen bei Julian Hülsemann.

Zum Hintergrund:

Die beinahe unfassbare Geschichte einer jungen Frau, die aus Kurdistan nach Deutschland floh. Von den Eltern als Arbeitskraft missbraucht, muss sie bereits im Alter von 14 Jahren einen fremden Mann heiraten, gebiert zwei Kinder, erkrankt. Trotz Gewalt- und Morddrohungen ihres Mannes hält sie an der Hoffnung fest, sich in der neuen Heimat zu befreien. Das Verfassen ihrer Geschichte bildet einen wichtigen Schritt für sie, um nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Frauen den Weg aus der Entmündigung und Gewalt zu ebnen. Gleichwohl muss sich die Autorin seit vielen Monaten mit ihren Kindern vor den Morddrohungen in einem Leben in Frauenhäusern schützen. Der Lebensort (im Umfeld von Vechta) und die wirkliche Identität der Autorin muss geheimgehalten werden. Durch die zahlreichen Aktivitäten des Geest-Verlags im Migrationsbereich kamen Verleger Alfred Büngen vom Geest-Verlag und die Autorin in Kontakt und erkannten die besondere Bedeutung des nun erschienenen Buches für die Autorin und auch viele andere Frauen. Das Buch ist vor einer Woche im Geest-Verlag erschienen.

Durch Vermittlung des Verlags und unter Verzicht auf ein Foto steht die Autorin auch zu einem Interview zur Verfügung. Bitte sprechen Sie den Termin mit dem Verlag ab.

 

Alexandra Milas

Die im Zeichen

von Mond und Stern

geboren wurde.

Roman einer Ungewollten

Geest-Verlag 2021

ISBN 978-3-86685-825-1

ca. 140 S., 11,80 Euro

 

Die beinahe unfassbare Geschichte einer jungen Frau, die aus Kurdistan nach Deutschland floh, hier nun in Deutschland lebt. Ein Leben zwischen zwei Kulturen, viele Jahre geprägt von dem Grundzug, dass sie als Mädchen geboren war, das niemand haben wollte. Doch immer wieder erkämpft sie sich ihren Platz. Ein Roman voll unglaublichen Lebens.

Alexandra Mila ist 27 Jahre alt, lebt jetzt in der Nähe von Ulm, zwei Kinder. Ihre Identität muss sie seit mehren Jahren aus wichtigen Gründen verschlüsselt halten. Die Autorin verfasste den Roman selber.

Wenige Jahre vor der Jahrtausendwende wurde ich, Alexandra, als Mädchen in einem weit von Deutschland entfernten Land geboren. Meine Eltern hatten einen Sohn erwartet. Ich bin mir sicher, dass die Worte der Hebamme bei meiner Geburt meine Mutter wenig trösteten: „Welch ein wunderschönes Kind hast du zur Welt gebracht. Deine Tochter ist im Zeichen des Mondes und des Sterns geboren, hat den Mond und den Stern als Zeichen der Schönheit als Muttermal auf dem Bauch. Du solltest stolz sein, eine solche Tochter auf die Welt gebracht zu haben.“
Doch meine Mutter weinte und sagte unter vielen Tränen: „Was nutzen diese Zeichen der Schönheit? Ich habe eine Tochter zur Welt gebracht. Was werden mein Mann und meine Familie sagen? Sie erwarten einen Sohn von mir. Ich wünschte mir, ich hätte ein totes Kind geboren.“
So war niemand über meine Geburt glücklich. Ich war ein ungewolltes Kind, ein ungewolltes Mädchen.

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