NWZ berichtet über den Gewinn des Zonser Hörspielpreises durch Helga Bürster
Helga Bürster gewinnt renommierten Hörspielpreis
Niederdeutsche Produktion um den Dötlinger Mordfall Rogge überzeugt die Expertenjury
Dötlingen Großer Erfolg für die Dötlinger Autorin Helga Bürster: Mit ihrem niederdeutschen Hörspiel „Rogge“ hat sie den Zonser Hörspielpreis 2015 gewonnen. Er ist dotiert mit 2500 Euro und gilt als eine der renommiertsten Auszeichnungen in diesem Genre. „Ich freue mich sehr“, so die Dötlingerin in einer ersten Reaktion auf den Preis, den sie am Donnerstag in Neuss entgegennahm.
Das Hörspiel, vor vier Wochen erstmals gesendet, wurde von Radio Bremen und dem NDR produziert, die Regie hatte Hans Helge Ott. Bürster gewann den Hörspielpreis der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss. Eine Expertenjury kürte die Radio-Bremen/NDR-Produktion zum besten regionalen Hörspiel 2015.
Im ausgezeichneten Hörspiel von Bürster geht es um eines der dunkelsten Kapitel der Dötlinger Dorfgeschichte: den Mord an dem Bauern Willi Rogge im April 1945, kurz vor Kriegsende. Mitglieder der nationalsozialistischen Gruppe „Werwölfe“ hatten den Bauern auf einer Straße nach Neerstedt in einen Hinterhalt gelockt und erschossen. Rogge hatte sich immer wieder regimekritisch geäußert.
Helga Bürster mischt in ihrem Hörspiel Originalszenen aus den späteren Prozessen gegen die Täter mit einem fiktiven gemeinsamen Gang eines der Täter mit einem Sohn Rogges.
Für die Dötlingerin, Jahrgang 1961, ist es nicht die erste vordere Platzierung beim Zonser Hörspielpreis. 2013 hatte sie bereits mit dem plattdeutschen Hörspiel „Ick kenn di nich“ um eine Ehe im Zeichen von Alzheimer den zweiten Platz errungen. An diesem Projekt hatte unter anderem der prominente Schauspieler Uwe Friedrichsen mitgewirkt.
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