Sönke Zander (Text), Ariane Litmeyer (Bild) - Trauertage - ein Kriegstagebuch - mit Begleitworten von Wolf Biermann (heute Besprechung Autorenkorrekturen)


 


Sönke Zander (Wort)
Ariane Litmeyer (Bild)
Trauertage
Ein Kriegstagebuch
Begleitworte
von Wolf Biermann
Geest-Verlag, Vechta 2022
ISBN 978-3-86685-915-9

Klappbroschur, Munken-Paier

100 S., 13 Euro

„Nun wird erst weiter Blut um Blut um Blut vergossen,
und Milliarde um Milliarde wird verschossen.
Die Chancen werden weniger zur Rettung unsrer Welt.“

Sönke Zander fertigte über den Aggressionskrieg Russlands gegen die Ukraine persönliche lyrische Reflexionen. Ein Kriegstagebuch aus der Ferne im Zeitraum der ersten Wochen und Monate des Kriegsverlaufs entstand auf diese Weise.
Die Zeichnungen von Ariane Litmeyer, als Stills aus verschiedenen Nachrichtensequenzen im Fernsehen, als zeichnerisches Kriegstagebuch entstanden, setzen spezifische Eindrücke abseits der direkten psychischen Gewalt in den Mittelpunkt der Arbeiten.
Wolf Biermann, wohl einer der wichtigsten deutschen Lyriker der Nachkriegszeit, leitet den Band mit jeweils einem Gedicht ein und aus.
Ein ergreifender Band mit Bedeutung weit über das aktuelle Geschehen hinausgehend.  


Sönke Zander hat einiges an Werken publiziert, wissenschaftliche Arbeiten, Theaterstücke, einen Erzähl- und einen Lyrik­band. Zuletzt veröffentlichte er im Geest-Verlag den Roman ‚Die Irrfahrten des Herrn Adomeit‘ und den Sonettenband ‚alles in vierzehn Zeilen‘.
Die Schulzeit verbrachte er in Berch­tesgaden. Nach einem Inter-mezzo bei der Seefischerei war er Lehrer auf der Schwä­bischen Alb und in Schwäbisch Gmünd, später wissenschaftlicher Assistent für Didaktik der deutschen Sprache an der Uni Bremen und dann Leh-rer in Nordenham, wo er schon lange lebt.


Ariane Litmeyer wurde 1988 in Jever geboren und studierte Integriertes Design und Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen. 2021 absolvierte sie ihr Meisterschülerinnen-studium bei Andree Korpys und Markus Löffler. Sie entwickelt Arbeiten in verschiedenen Medien, die die Auswirkung von kons-truierten und etablierten Macht-strukturen auf gesellschaftliche Zusammenhänge und das Indi-viduum selbst verhandeln. Ihre Arbeiten umfassen (Raum-) Installationen, Skulpturen, Büh-nenbilder, Zeichnungen, Collagen und Publikationen. Zur Zeit lebt und arbeitet Ariane Litmeyer in Bremen.