Zeitung berichtet über das Projekt Heuerkinder der Berner Grundschulen in Zusammenarbeit mit Kultur vor Ort und Geest-Verlag

Geschichte von Fied fast fertig

 

Dritte und letzte Schreibwerkstatt an den Berner Grundschulen

Die Erlebnisse eines Berner Heuerjungen in den 50er Jahren haben die Schüler aufgeschrieben. Das Buch wird am 24. November vorgestellt.

 

Ganspe Die Szenerie ist gespenstig: es blitzt und donnert, und vor lauter Nebel kann der kleine Fied kaum die eigene Hand vor Augen sehen. Dabei muss er auf die Ziege aufpassen, die neben ihm am Ufer der Ollen grast. Und plötzlich – was steigt denn da für ein unheimliches Wesen aus dem Wasser? Ist es ein Geist, ein reales Wesen oder doch nur eine Sinnestäuschung?

Auf die Lösung müssen Interessierte leider noch bis zum 24. November warten. Erst dann wird das Buch offiziell vorgestellt, an dem die Schüler der Berner Comenius-Schule und der Grundschule Ganspe in der dritten und letzten Schreibwerkstatt am Freitagvormittag weiter gearbeitet haben.

Um das Leben und Abenteuer des – fiktiven – Berner Heuerjungen Fied in den 50er Jahren geht es in diesem Buchprojekt, das Teil der Berner Bücherwochen ist. In bewährter Zusammenarbeit werden Bücherwochen-Organisator Reinhard Rakow und der Verleger Alfred Büngen in den Sommerferien die Handlungsideen aus beiden Grundschulen sichten und zusammenführen.

„Die Handlungsstränge, die von den Schülern in beiden Grundschulen erarbeitet wurden, bauen aufeinander auf“, erklärt Alfred Büngen. Deshalb ist er ebenso wie Reinhard Rakow zuversichtlich, dass erneut ein spannendes Buch entstehen wird – so wie zuvor schon in anderen Buchprojekten, die von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Schulen gemeinsam erarbeitet wurden (die NWZ  berichtete).

Neu an diesem Buchprojekt ist, ergänzt Reinhard Rakow, dass diesmal zwei gleichartige Schulen zusammengearbeitet haben. „Wir wussten anfangs nicht, ob das funktionieren würde. Aber jetzt wissen wir: es klappt!“

Die Grundschüler seien an den drei Schreibtagen mit Feuereifer bei der Sache gewesen. Sie seien aber auch gut von ihren Lehrern auf das Thema vorbereitet worden, lobt Reinhard Rakow. Die Kinder mussten sich schließlich gedanklich in eine ihnen unbekannte Vergangenheit zurückversetzen.