Bewerber müssen zwischen 25-70 Jahre sein.
Anonyme Bewerbung verlangt.
Ausschreibung Literaturpreis "Aufstieg durch Bildung" 2027
Die noon Foundation, Mannheim, lobt den Literaturpreis „Aufstieg durch Bildung“ zum fünften Mal aus.
„Aufstieg durch Bildung“ ist eine komplexe, vielschichtige Thematik jenseits geradliniger Aufsteiger-Erfolgsgeschichten. Erfolge wie Misserfolge, Verluste und Errungenschaften, Konflikte und Akzeptanz, Ansehen und Verachtung, Träume und Ängste, Zuversicht und Zweifel, Talent und Unvermögen, Unterstützung und Hindernisse, Zufall und Streben, Fremdheit und Vertrautheit, Revolte und Anpassung stehen oft nebeneinander. Da im Freundeskreis und in der Öffentlichkeit nur selten über Herkunft (u.a. soziale Schicht, Bildung der Eltern, Migrationserfahrung der Familie) gesprochen wird und sich wenig Literatur dieses „Aufsteiger“-Themas angenommen hat, soll die Behandlung dieser Thematik in einem in deutscher Sprache geschriebenen Prosatext (Erzählung, Roman) zum fünften Mal mit einem Preis ausgezeichnet werden. Der Preis hebt den literarischen Rang des Textes hervor, übersieht jedoch nicht die politische Dimension der Thematik.
2018 wurde der Text „Der Duft der Bücher“ von Jenny Schon (Dittrich Verlag 2019), 2021 das Buch „Ein Mann seiner Klasse“ von Christian Baron (Claassen-Verlag 2020, Ullstein TB 2021), 2023 die Erzählung „Innenseiten“ (unveröffentlicht) von Andrea Zech und 2025 die Romanbiographie „Der Äthiopier“ von Dorrit Bartel (RavenPort Verlag 2025) ausgezeichnet. An diesen Wettbewerben nahmen zwischen 89 und 139 Einsendungen teil.
Die noon Foundation, Mannheim, ist eine gemeinnützige, rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung der Bildung und Erziehung (insbesondere von bedürftigen Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten) in der Rhein-Neckar-Region und zur Förderung von Kunst und Kultur (insbesondere der deutschsprachigen Literatur).
Mit „Bildung“ ist sowohl der Erwerb formaler Bildungsabschlüsse als auch der Erwerb „informeller“ Qualifikationen angesprochen. Die Autorin/der Autor (Alter 25-70 Jahre am 15.06.2026) muss selbst kein „Aufsteiger“ sein, auch muss die Hauptperson des Textes dies nicht notwendigerweise sein. Je Autorin/Autor darf nur ein Text bzw. Manuskriptfragment (pdf) eingesandt werden. Der Text muss mindestens 150 Seiten umfassen. Seiten, die unter irgendeiner Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) entstanden sind, müssen mit der Fußnote „Seite unter Mithilfe von KI (genaue Bezeichnung der verwendeten KI) erstellt“ kenntlich gemacht werden. Mindestens 100 Seiten müssen ohne jegliche Mithilfe von KI entstanden sein.
Der Text darf nicht bereits früher zum Literaturpreis „Aufstieg durch Bildung“ eingereicht worden sein. Ein unveröffentlichter Text bzw. Manuskriptfragment soll als pdf eingereicht werden.
Auch bereits veröffentlichte Texte können von der Autorin/dem Autor als pdf eingereicht werden, sofern sie nach dem 15.06.2024 erstmalig publiziert wurden. Anhand eines mit dem Text einzureichenden, anonymisierten Exposés (max. 3 DIN-A4-Seiten) und eines später zugesandten Fragebogens zum Inhalt findet eine Vorauswahl für die Jury statt. Eine Checkliste ist Anlage der Ausschreibung.
Die – soweit möglich – anonymisierten Texte werden von einer erfahrenen Jury gelesen und beurteilt. Die Entscheidung der Jury wird Ende 2026/Anfang 2027 bekannt gegeben. Es ist beabsichtigt, die Verleihung des Preises im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung (mit Lesung, ggf. durch eine Vorleserin/einen Vorleser) im ersten Quartal 2027 durchzuführen. Mit der Vergabe des Preises ist keine Publikation des Textes verbunden, die Preisträgerin/der Preisträger sollte eine Publikation aber anstreben.