Die Presse berichtet über die anstehende Buchpremiere und Preisverleihung des 8. Vechtaer Jugendliteraturpreises am heutigen Abend

Zwölf junge Autoren erhalten Auszeichnung
Verleihung des 8. Vechtaer Literaturpreises ist am 19. Februar/Neues Buch von mehr als 80 Autoren
 

Vechta Die Beteiligung am 8. Vechtaer Jugendliteraturpreis war so groß, dass sich die Jury-Sichtung der mehr als 400 eingegangenen Beiträge bis in dieses Jahr hineinzog. Nun aber stehen die zehn überregionalen Preisträger und die zwei Regionalpreisträger fest. Das teilte Alfred Büngen vom Geest-Verlag mit.
Am Donnerstag (19. Februar) um 18 Uhr werden die Preisträger im Foyer des Rathaues von Bürgermeister Kristian Kater ausgezeichnet. Dann wird auch das Buch mit den Texten von mehr als 80 Autoren vorgestellt, die in die Endrunde des Wettbewerbs gekommen sind. Teil des Buchs sind auch die Texte der Preisträger, die von der Jury nach einem Punktesystem (Originalität, Sprache, Inhalt) ausgewählt wurden. Während der Veranstaltung lesen die internationalen und regionalen Preisträger selbst aus ihren prämierten Texten.
Die Stadt Vechta und der Geest-Verlag freuen sich über die hohe Beteiligung von jungen Menschen am 8. Vechtaer Jugendliteratur-Wettbewerb. Über 400 Beiträge – vor allem aus Österreich, der Ukraine, Mexiko und allen Teilen der Bundesrepublik – sind eingegangen. „Es zeigt, dass sich der Vechtaer Jugendliteraturpreis in der Zwischenzeit als wichtige Literaturinstanz etabliert hat“, betont Büngen.

Autoren zwischen gestern und morgen

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen: Miriam Bornewasser (Autorin und freischaffende Künstlerin), Oliver Bröcker (Lehrer und Autor), Alfred Büngen (Geest-Verlag), Sybille Fritsch (Autorin und Philosophin), Oliver Kausch (Lehrer), Sigune Schnabel (Literaturübersetzerin und Autorin) und Inge Witzlau (Geest-Verlag).
Das diesjährige Thema „Ende und Beginn – und wir sind mittendrin“ sollte den jugendlichen Autoren die Möglichkeit geben, ihre Verfasstheit zwischen dem Gestern und dem Morgen auszudrücken. Dafür fanden die Autoren sehr unterschiedliche literarische Formen, teilte Büngen weiter mit. So verkörpere fast jeder Beitrag einen ganz eigenen Stil. Der inhaltliche Grundzug der Zukunftsperspektive sei dabei mit wenigen Ausnahmen kein positiver, Skepsis und Zweifel dominierten. Zu sehr scheint den jungen Autoren die aktuelle Welt mit Krieg, Klimakatastrophe, sozialem Widerspruch und gesellschaftlichen Ansprüchen nicht akzeptabel.
Deutlich werde jedoch, dass die jungen Schreiber die Erwachsenengeneration nicht ohne einen Vorwurf davonkommen lassen. Doch in den meisten Texten bleibe ein wenig Hoffnung auf Veränderung, vielfach werde die Welt in ihrer Verfasstheit hingenommen.


Die Veranstaltung ist eine öffentliche Lesung, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Die musikalische Gestaltung übernimmt Amanda Wurm. Moderator ist Alfred Büngen. Der Eintritt ist frei.