Jetzt ist Sense!“ Start der Salonreihe: Ein vergnügt-vielfältiger Abend über die Endlichkeit - 16. April 2026 im La Bohéme in Berlin am Prenuzlauer Berg


Jetzt ist Sense!“
Start der Salonreihe: Ein vergnügt-vielfältiger Abend über die Endlichkeit
Die sechsteilige Salonreihe bricht das Schweigen: Wir feiern die letzte aller Partys.  Denn wer sich in guten Zeiten mit dem Ende beschäftigt, gewinnt Klarheit fürs Leben. Der Tod betrifft uns alle und doch bleibt er oft ein Tabu. Wir schauen hin statt weg, teilen Wissen statt Angst. Es handelt sich um ein besonders vielstimmiges Rahmenprogramm aus Literatur, Musik, Gesprächen, Informationen und Humor, in dem ein Umgang mit mehr Leichtigkeit vermittelt wird. Auch wenn wir viele Leben erleben, werden wir nur einmal sterben und dann sind ganz individuelle Bedürfnisse nach Abschied gefragt.
Auftakt am Donnerstag, den 16. April 2026, 19.30 Uhr, im La Bohème (Winsstr. 12, 10405 Berlin – Prenzlauer Berg). Der Eintritt ist frei, wegen der begrenzten Platzkapazität wird um vorherige Anmeldung gebeten (Telefon: 030 48 62 30 10). Als Kuratorin der Reihe fungiert Frau zu Kappenstein. Veranstalter des Events ist der Freundeskreis Tina Modotti Archiv e.V., ein gemeinnütziger Verein. Gedankt wird der LOTTO-Stiftung Berlin für die Unterstützung.
Zum ersten Talk mit Musik & Lesung „Jetzt ist Sense“ treten auf: Sigrid Grajek (Moderation), Isabel Neuenfeldt (Musik) und die Autorinnen Ute Apitz, Barbara Fellgiebel, Elke Hübener-Lipkau sowie Katja Hübner. Mit dabei auch der ASB-Wünschewagen, deutschlandweit etabliert vom Arbeiter-Samariter-Bund, um Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch zu erfüllen.
Zur Salonreihe erscheint die Anthologie „Jetzt ist Sense“ im Geest Verlag, herausgegeben von Frau zu Kappenstein und Elke Hübener-Lipkau, Illustration von Antje Püpke. Nächster geplanter Termin von „Jetzt ist Sense“: 21. Mai.
https://geest-verlag.de/
https://laboheme.berlin/
Zu den Auftretenden im Einzelnen:
Ute Apitz alias PEGASUSe: So auch der Name der ersten publizierten Anthologie und des darauffolgenden Kabarettprogramms. Im Havelland geboren, im Oderbruch gelernt, geblieben, nach 30 Jahren der Liebe wegen Rückzug an die Havel und sucht nun in der Prignitz nach neuen Herausforderungen. Autorin von Lyrik, Liedern, Kabarett-Texten, Kurzprosa, kuriosen Liebes- und Lebensgeschichten sowie heiteren Anekdoten in brandenburgischer Mundart.
Barbara Fellgiebel: Die Menschen sammelnde Kulturvermittlerin stellt nach einem Dreivierteljahrhundert Lebenserfahrung fest, dass Enthusiasmus, Neugier und Dankbarkeit für Gesundheit die bis zur Sense verbleibende Zeit lebenswert machen. 1950 in Deutschland geboren. Sie ist Germanistin, Journalistin, Wirtin, Lehrerin, Schriftstellerin, Übersetzerin, Radiostimme, Literaturbesessene und Volksbilderin. Nach 20 Jahren Deutschland, zehn Jahren Schweden, 30 Jahren Portugal, lebt sie seit 2012 in ihrer Wahlheimat Schweden (Blentarp), in der sie Kulturreisen und internationale Autorentreffen organisiert. Außerdem hält sie als Enkeltochter eines Attentäters Vorträge über den Widerstand im „Dritten Reich“. 
Sigrid Grajek (Moderation): Ist singende Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin. Seit Mitte der 1980er-Jahre war sie u.a. an Produktionen in der Theatermanufaktur Berlin, dem Stadttheater Bremerhaven, den Berliner Jedermann-Festspielen und bei Off-Produktionen beteiligt. Mitte der 1990er wechselte sie ins Kabarett „Berliner Brett’l“ und verschrieb sich dem traditionellen Berliner Lied und den Chansons der 1920er-Jahre. Seit Schließung des Hauses 2012 ist sie mit wechselnden Pianistinnen/Pianisten freischaffend in Deutschland unterwegs. Mit ihrer musikalischen Biografie „Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen…“ erinnert sie an die große Berliner Volkskünstlerin. In ihrer musikalisch-literarischen Collage „BERLIN: Die 1920er – Eine Stadt im Taumel“ beleuchtet sie seit 2020 mit historischen Texten und Liedern die Schattenseiten der „Goldenen Zwanziger Jahre“. In ihrer Spurensuche auf dem Minenfeld der Sprache „Aufgestanden ist er, welcher lange schlief…“ widmet sie sich Texten und Liedern aus und vor dem Ersten Weltkrieg. www.sigridgrajek.de
Elke Hübener-Lipkau: Nach Kindheit in Görlitz an der Neiße, Soziologie-Diplom (Humboldt-Uni Berlin) an der Spree, Familiengründung in Potsdam an der Havel, lebt sie heute in einem kleinen Dorf an der Nuthe, mit vielen Tieren und großem Garten. Sie engagiert sich ehrenamtlich in der Leseförderung von Grundschülern, leitet eine inklusive Gruppe für Kreatives Schreiben am Haus der Begegnung in der Waldstadt, ist u.a. Mitglied des Schriftstellerverbandes und der GEDOK Brandenburg, der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und Vorsitzende der Autorenvereinigung Literaturkollegium Brandenburg e.V. Veröffentlichungen in etlichen Anthologien sowie in eigenen Lyrikbänden und Kinderbüchern. Mehrfache Preisträgerin bei Lyrikwettbewerben in Potsdam und Nuthetal.
Katja Hübner: Wuchs in Ost-Berlin und Moskau auf. Sie studierte Russisch, Polnisch und Englisch und arbeitete nach einem Volontariat als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, darunter TAZ, Tagesspiegel, FFdabei und Leica Fotografie International.
Isabel Neuenfeldt (Musik):  Ist Sängerin, Akkordeonistin und Schauspielerin. Die Kunst der Schauspielerei hat sie in Rostock studiert und im Anschluss das Aufbaustudium Popularmusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg im Fach Chanson absolviert. Seit 1994 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin. Nach Theater- und Film-Engagements hat sie 1997 ihr erstes musikalisch-theatralisches Solo-Programm auf die Bühne gebracht. Das Akkordeon, das ihr zur Jahrtausendwende in die Arme fiel, hat ihrem Weg eine ganz neue Wendung gegeben. Es ist schnell zu ihrem ständigen Begleiter geworden und legt einen wunderbaren Klangteppich unter ihre Stimme. Es kann einfach atmen oder aber von Bach bis zu den Bee Gees wirklich alles begleiten. Diese Fähigkeit setzt Isabel Neuenfeldt seit 2005 auf den Friedhöfen dieser Stadt ein. Sie spielt und singt auf Trauerfeiern die Lieblingslieder der Verstorbenen. Ohne Urteil und voller Hingabe. Zu jedem auf diese Weise in ihr mannigfaltiges Repertoire gelangten Lied gibt es eine ganz persönliche Geschichte. Jedes dieser Lieder ist inzwischen eine Art akustischer Grabstein. Ergänzend zur musikalischen Gestaltung der Trauerfeiern hält Isabel Neuenfeldt seit 2005 auch ganz persönliche Reden zum Abschied in diesem Rahmen. Ein Buch mit diesen anrührenden und mitunter zum Schmunzeln anregenden Geschichten ist in Arbeit.