"Gerade das traumatische Zeiterleben, der Kampf um eine gelingende Kohärenz der Zeit, führt Nelly Sachs zur Dichtung, die direkte und unmittelbare Gegenwärtigkeit der Ansprache, das Fragment, das wie ein Gebet diesen Augenblick beschwört und um etwas bittet.
Worum geht es also in der Klippenexistenz des Gedichts? Letztlich um die Vertrauensfrage, um die Bindung zwischen den Menschen durch die Sprache. Es gibt sie nicht ohne das Risiko des Verlusts. Mehr geht nicht. Mehr gab es nie. Mehr wollte ich nicht sagen."