Arnela Hodza - Krieg
Krieg
Wann kam es dazu?
Ehe man sich versah,
Hass überall, wo man nur hinsah!
Alles geschah im Nu!
Wie kam es dazu?
Keine reinen Herzen mehr,
die Blicke leer
und das Gewissen schwer.
Wieso kam es dazu?
Tod zum Alltag.
Friede als verlorene Hoffnung.
Hass als Mittel,
Liebe eine Lüge!
Wodurch?
Macht als falsches Ziel falscher Menschen,
die Qual Unschuldiger als Nebenprodukt.
So ist die Welt
und so wird sie bleiben,
wenn niemand einen Finger rührt!
Schmerz, der ach so viele berührt
und den doch keiner wirklich spürt!
Armut, die so viele sehen
und dennoch übersehen!
Schreie werden gehört
und doch überhört!
Weshalb?
Weshalb tut niemand was?
Wieso der Hass?
Stumme Stimmen,
die sich dagegen richten.
Sie sind unerhört!
Blinde Taten,
die Dinge durcheinanderwarfen.
Brennt euch nicht die Seele,
Wo so viele unschuldige Menschen sterben?
Erstickt euer Herz denn nicht,
obwohl so viele unschuldige Menschen leiden?
Kocht nicht euer Blut,
wenn ihr diese ausgegrenzte Schar seht?
Doch euer Herz ist leer,
von Schandtaten schwer.
Eure dunkle Seele verschluckt,
was einst das Herz gewesen ist.
Viel ist nicht übrig
Und die Welt ist leer.
Geblieben sind nur Staub und Trümmer
Und ein rotes Meer.
Gänsehaut, die mich überkommt.
Junge Augen, getunkt in roter Farbe,
Und es ist nicht nur eine Narbe,
während ihr euch in Ruhe sonnt,
ganz gekonnt,
wie ihr alles ignoriert.
Es ist der Krieg,
den man so einfach übersieht.
Der Krieg,
der den Menschen den letzten Atemzug raubt
und sie schließlich zugrunde gehen lässt.
Arnela Hodza (17 Jahre)
aus: Auf-BRUCH in meine Zukunft. Hg. Artur Nickel. Geest-Verlag 2020