Ein kleiner Rückblick und ein Ausblick - und ein glückliches neues Jahr 2026
Es wäre zu viel an dieser Stelle, alles Geschehen des diesjährigen Jahres Revue passieren zu lassen. Gut 90 Buchproduktionen mit einer fast ebenso hohen Anzahl von Buchpremieren und noch viel mehr Lesungen haben uns allen viel Kraft gekostet. Allen Autor*innen, Veranstalter*innen und Helfer*innen für ihre Arbeit einen großen Dank, ohne euch wäre diese wunderbare Menge und Qualität an Literatur nicht möglich gewesen. Als Verlag haben wir in der Zwischenzeit einen festen Platz im Literaturgeschehen. Darüber können wir alle zusammen stolz sein. Mehr als 25 Jahre sind wir nun bereits tätig, einige von Beginn an dabei. Doch im kommenden Jahr werden noch mehr Anstrengungen notwenig sein, denn die soziale und politische Entwicklung verlangt noch intensivere Stellungnahmen der Literatur. Die drohende Machtübernahme der AfD in einigen Bundesländern, die immer stärkere Militarisierung in Deutschland und Europa, die immer größere Schere zwischen Arm und Reich - die Literatur muss für Demokratie und Frieden eintreten, muss die Menschen für ein Eintreten für die Menschenrechte begeistern. Gleich ob Lyrik, Roman oder Kinderbuch, wir alle müssen handeln.
Ein paar besondere Momente des literarischen Geschehens möchte ich gleichwohl noch einmal in Erinnerung rufen. Da sind vor allem die vielen großartigen Buchpremieren unserer jungen Autor*innen, die oftmals mehr als 100 Besucher*innen zu ihren Lesungen bewegten. Dank vor allem auch den jungen Vechtaer Autor*innen, die mit ihren Führungen zum Nationalsozialismus in Vechta einen großartigen Beitrag zur historischen Aufarbeitung leisteten. Auch die 21. Essener Jugendanthologie zog wieder mehr als 300 Gäste in ihren Bann. Mehr als 300 Gäste gab es auch bei der in diesem Jahr abschließenden Veranstaltung mit dem Buch der Kinder aus der Grunndschule Abbehausen. Doch auch jede andere Veranstaltung, wirklich jede, hat uns begeistert. Viele Menschen sind uns zu wirklichen Freunden geworden. Gleich ob in Wuppertal, in München, Berlin, Hamburg, Bremen, Hannover, Köln oder den vielen kleinen Städten und Orten, jede Veranstaltung hat viele Menschen mehr als berührt. Davon zeugen mehr alles 400 Presseartikel und Rezensionen. Wir haben gemeinsam viele Leser*innen begeistert. Ebenso wichtig die zahlreichen Workshops, in denen die Menschen gelernt haben, eigene Worte zu finden, um ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.
Und schon jetzt freue ich mich auf viele neue Buchpremieren, Workshops und anderen Aktivitäten an ebenso vielen tollen Orten im neuen Jahr.
Doch es galt auch weder Abschied zu nehmen von vielen, viel zu früh verstorbenen Autor*innen. Wir werden ihrer immer gedenken. Sie werden immer zu uns gehören.
Und das kommende Jahr. Frau Witzlau und ich haben uns vorgenommen, in unserem Alter ein wenig langsamer zu treten. Mit 70 müssen wir uns das leider erlauben. Mal sehen, ob wir das schaffen. Aber wir werden immer für euch da sein und alles versuchen, was uns möglich ist. Vieles ist bereits fest vereinbart, vieles wird sich im Laufe des Jahres ergeben. Wir freuen uns auf jedes Projekt.
Euch allen, Autor*innen und Leser*innen wünschen wir ein glückliches neues Jahr. Und denkt daran, für das Glück des neuen Jahres sind wir alle zusammen verantwortlich.