Sigune Schnabel - Vergehen | Verwehen
Vergehen | Verwehen
Ich habe die Gräber unter meiner Haut gezählt.
Viele liegen dort verwildert.
Die Welt ist gut im Verschwinden.
Von oben betrachte ich die Trauer,
ein Nebel, der dicht am Boden liegt.
Manches nimmt er sich,
nur die Baumwipfel kann er nicht greifen.
Meinen Mund aber wird er finden.
Ich warte,
halte still, damit er die Sprache
übersieht.