Jenny Schon - Mauerblümchen. Erzählungen aus Westberlin (im Lektorat)
Jenny Schon
Mauerblümchen
Erzählungen aus Westberlin
Geest-Verlag 2026
ISBN 978-3-69064-573-7
Mit fliegenden Fahnen stieg Jenny Schon am 30. Dezember 1961 frühmorgens um sieben Uhr aus dem Interzonenzug Paris-Moskau. Auf dem Foto steht sie an der berühmten Normaluhr am Bahnhof Zoo – jenem Symbol West-Berlins, an dem man sich seit den zwanziger Jahren verabredete.
Sie war eine der ersten Jugendlichen, die sich nach dem Mauerbau nach West-Berlin meldeten, um den plötzlichen Mangel an Arbeitskräften aus dem Ostteil der Stadt abzufedern. Verpflichtet hatte sie sich für ein Jahr. Daraus sind inzwischen 65 Jahre geworden.
Die gelernte Steuerfachfrau und Buchhändlerin arbeitete im Buchhandel, führte ein eigenes Geschäft, studierte und ist seit fast 30 Jahren als Stadtführerin in Berlin tätig – eine Expertise, die sie bereits in mehreren Büchern geteilt hat.
Seit über 20 Jahren ist Jenny Schon eine feste literarische Stimme im Geest-Verlag. In diesem Gedenkband zum 65. Jahrestag des Mauerbaus versammelt sie Geschichten, die ihre tiefe Verbindung zu Berlin besonders in der Phase des Ost-West-Konflikts widerspiegeln – persönlich, authentisch und bewegend.
Als besonderer Weggefährte bereichert Beppo Pohlmann den Band mit seiner ganz eigenen Geschichte hinter den legendären „Kreuzberger Nächten“.
Jenny Schon übergibt diese Sammlung der Leserschaft als lebendiges Archiv gegen das Vergessen. Denn: „Pro captu lectoris habent sua fata libelli.“ – „Nach dem Verständnis des Lesers haben Büchlein ihre Schicksale.“