Armer, alter Mond, du kalter weißer Stein hängst am schwarzen Himmel, bist dort ganz allein. Du willst Liebende verzücken? Steppenwölfe heulen dich nur an, wenn sie einsam sind, und dann und wann seufzt im Traum ein Kind, oder Menschen stürzen sich von Brücken, wenn sie tränenlos geworden sind. Ach – du stehst da oben so allein, niemand hört dir zu.
Studium Medizin und Philosophie in Hannover Promotion in Medizin 2003 Promotion in Philosophie (noch nicht abgeschlossen) MHH (Erwachsenenpsychiatrie) Zentrales Institut für seelische Gesundheit Mannheim (KJP) MSF Ärzte ohne Grenzen Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT (KJP)
Liebe, mein Kind, tut weh. Liebe, mein Kind, muss gelernt sein, denn Liebe, mein Kind, bedeutet, auf einem schmalen Faden über einer tiefen Schlucht zu wandern. Liebe, mein Kind, ist eine Warnung. Und fallen, mein Kind, tut weh.
Ein stilles Leben, farbloses stilles Leben. Sonne scheint ausgelöscht, Schatten durchwandern den Raum.
Da sitzen wir und trinken den blutigen Kaffee, schwarz muss er sein, schön schwarz. Eingesperrt in unserer Welt, schauen wir nicht mal mehr aus dem Fenster, schauen lieber den Porno im TV.
Darf ich bitten um einen Tanz im Reich der Toten unter Kerzenlicht und Blumenkränzen. Dein schönstes Kleid umspielt von Malereien auf weiß, und ich schenke dir eine blanke Rose zum Bildnis einer Lebenden. Kann ich mir wünschen, einen Schritt an deiner Seite zu tun als Begleiter deines Atems? Oder bleibe ich hier auf deine Bitte hin, um nach dem Tanz nicht mehr dein Lächeln zu verwünschen.