Jahrg. 1935, verheiratet, 2 Kinder. Kindheit und Jugend in Mecklenburg, Stettin, in der Uckermark, nach der Flucht in Schleswig Holstein. Seit 1950 in Hamburg. Jurastudium in Tübingen, Madrid, Abschluss in Hamburg. Ausbildung zur Dolmetscherin für Spanisch und Französisch. Drei Veröffentlichungen: Denn ich wage das Wort (1995), Öffnung (1997) beide Kreis der Freunde Peter Coryllis, Walchum
Wenn sie träumt ... Wenn sie träumt, dann ... Wenn sie träumt, dann von einer Welt ... Wenn sie träumt, dann von einer Welt, die anders ist, die besser, schöner, gerechter, liebevoller, verträumter ist. Und die wird es nie geben. Denn sie träumt nur davon.
Sie sitzt gerne in Straßencafés. Noch lieber, wenn es regnet. Dann prasselt der Regen auf die Straße, und hinterher glänzt die Welt. Sie leuchtet. Die Regentropfen perlen dann langsam von den Blättern ab.
Alles, was war, ist unerheblich, alles, was ist, ewiger Rest. Mit mehr oder weniger entschlossener Hand öffnet sie die Tür und mit ihrem Blick in dir einen Abgrund, in den alles rutscht, was dich hielt.
Kein Atem! Keine Sprache! Keine Würde!
Dein Herz ein Zittern, deine Haltung ein Flehen, alle Gefühle verstummen und weichen dem Sterben deiner selbst.
Alles, was war, ist unerheblich, alles, was ist, ewiger Rest.
Ich brauche jemanden, mit dem ich lachen kann. Ich brauche jemanden, dem ich vertrauen kann. Ich brauche jemanden, bei dem ich mich anlehnen kann. Ich brauche jemanden, mit dem ich reden kann. Ich brauche jemanden, mit dem ich weinen kann. Ich brauche jemanden, den ich lieben kann.
Dreizehn Uhr. Noch schlaftrunken öffnet sie die Augen, beginnt zu blinzeln, ist verärgert über die Sonnenstrahlen, die durchs Fenster scheinen und sie blenden. Erst ganz schwach, dann immer stärker spürt sie die Beklommenheit, das monotone Klopfen in ihren Schläfen. Wie in Zeitlupe versucht sie sich aufzuraffen, schafft es mit Mühe und Not, sich im Bett aufzusetzen. Ihr Blick fällt zur Seite, ihr stockt der Atem, denn erst jetzt sieht sie ihn. Ihn, der ruhig in ihrem Bett liegt und
Ich habe mich in dein Leben gewürfelt Der Sommer kam zu Hilfe Man kann nicht immer eine Sechs haben Du hast mich genommen und wieder auf Anfang gesetzt