Presseinformation Nr. 267 - Ein Roman um die individuelle Verantwortung auf dem Hintergrund von Nationalsozialismus, Vertreibung
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Presseinformation Nr. 267
vom 20. Juli 2008
Ein Roman um die Frage individueller
moralischer Verantwortung auf dem Hintergrund von Nationalsozialismus,
Vertreibung und Wiederaufbau
Andree Leu
... und Gott ist der Richter
Roman
Geest-Verlag 2009
ISBN 978-3-86685 - 181-8
440 S., 14 Euro

Der
Erstlingsroman von Leu kreist vor allem um die Frage nach Gerechtigkeit
und Moral, beruhend auf der Geschichte eines jungen Mannes zur Zeit des
Nationalsozialismus, und entfacht bei seinen Lesern im Nachhinein
sicher eine Vielzahl an Grundsatzdiskussionen. Friedel, ein junger,
fanatischer Verehrer des Nationalsozialismus, wird gegen Ende des
Krieges in den Volkssturm berufen und desertiert schließlich mit seinem
Freund Hermann. Auf der gemeinsamen Flucht werden die beiden
geschnappt, können jedoch durch den Mord an einem Soldaten fliehen,
wobei unklar bleibt, wer von beiden letztlich den tödlichen Schuss
abfeuerte.
Nach dem Krieg hält Friedel an seiner
nationalsozialistischen Ideologie fest und wird von einem ungeheuren
Durst nach Erfolg gepackt, wobei ihm jeder erfolgreiche Mensch im Wege
steht. Seinen Freund Hermann erpresst Friedel mit Hilfe der ungeklärten
Mordfrage, mit seinem Vater, dessen Denkweise sich nach dem
schrecklichen Krieg von Grund auf geändert hat, gerät er zwangsläufig
in Konflikt. Er beginnt eine kaufmännische Ausbildung in der Bau- und
Zementbranche und jobbt nebenher in einem Lokal, in dem er eine
hübsche, freizügige Dame kennen lernt. Er verliebt sich in sie, wird
jedoch zurückgewiesen und flüchtet sich fortab in abnorme sexuelle
Praktiken mit der Chefin des Ladens.
Nach seiner Ausbildung
gelingt es Friedel durch betrügerische Machenschaften, die die
Erpressung Hermanns beinhalten, sowie durch den Boom der Bauindustrie,
zu Wohlstand und Einfluss zu kommen. Seine Gier reicht schließlich
soweit, dass er nur noch zum Ziel hat, seinen Bruder zu vernichten, um
das Erbe seines inzwischen wohlhabenden Vaters zu bekommen.
Friedel
verliebt sich ausgerechnet in Daniela, die er in dem mittlerweile zum
Bordell gewordenen Ladenlokal kennen lernt. Die Geschichte um Daniela
stellt neben der nationalsozialistischen Perspektive Friedels einen
zweiten Erzählstrang dar, in dem die Geschehnisse aus der Sicht der
jüdischen Opfer sowie der leidenden Zivilbevölkerung beschrieben
werden. Gerade erst von der SS aus dem Leib ihrer sterbenden Mutter
gerissen, wird Daniela, eine Jüdin, von der Bäuerin Anna angenommen,
nachdem auch ihr Vater bei einem Fluchtversuch erschossen wird. Mit
Anna und ihren vier neuen Geschwistern geht sie auf die Flucht nach
Westdeutschland, wobei ihre Herkunft stets ein Geheimnis der Familie
bleibt. Trotz aller Fürsorge der Ersatzmutter wird Daniela von
widersprüchlichsten Gefühlen geplagt, die sie schließlich zum
Bordellbetrieb geleiten.
Die Feindschaft zu Friedel und seinem
Bruder wird letztlich auf einen Höhepunkt getrieben, als dieser Daniela
heiratet. Friedel nimmt die Heirat hin, so groß ist seine Verehrung.
Als er aber eines Tages erfährt, dass Daniela von jüdischer Herkunft
ist, schlägt seine Gunst in Abscheu um. Mit allen Mitteln versucht er,
ihr Bordell zu schließen.
Von Hass erfüllt verbündet sich sein
Bruder mit dem erpressten Hermann. Mit Hilfe von Medikamenten lösen die
beiden bei Friedel einen Schlaganfall aus, der ihn handlungsunfähig
macht, und teilen sein Vermögen unter sich auf.
Der Sinn für Moral
findet sich letztlich nur noch in Daniela, die den Glauben an die
Gerechtigkeit trotz schwerer Vergangenheit scheinbar nicht verloren
hat. Sie liefert beide Männer der Polizei aus…
Zum Autor:
Der
1966 in Amberg geborene Andree Leu lebt mit seiner Familie in
ostwestfälischen Rietberg. Nach dem Abitur hat er zunächst eine Lehre
als Schiffsmechaniker absolviert, die ihn auf Handelsschiffen drei
Jahre lang um die Welt geführt und bleibende Eindrücke hinterlassen
hat. Trotz der bis heute erhalten gebliebenen Liebe zur Seefahrt wandte
er sich im Anschluss an die Lehrzeit dem Studium zum
Wirtschaftsingenieur zu und wurde mit diesem Beruf am Rande des
Teutoburger Waldes sesshaft.
Ein großes Interesse für die Literatur und das Schreiben begleiten ihn
schon seit der Jugend. Seit wenigen Jahren erst widmet er sich jedoch
diesem Hobby in verstärktem Maße. Dabei lässt er sich nicht einem
einzelnen Genre zuordnen sondern widmet sich vielfältigen
Themengebieten. Romane schreibt er mit ebensolcher Leidenschaft wie
Jugendbücher oder Märchen.
Gerne übersenden wir Ihnen
ein Rezensionsexemplar des Buches. Bitte setzen Sie sich direkt mit uns in Verbindung.
Alfred Büngen
Geest-Verlag