Eda Muslubaş
Auch wenn sie mich vergessen
„Es tut mir leid“, flüstert eine Stimme unter Tränen.
Ich höre diese Worte selten.
Sie wachsen, sie gehen, sie laufen.
Lernen, mich zu lieben, bewundern meine Werke
und meinen endlosen Kreislauf.
Irgendwann begreifen sie, was sie mir antun,
wie sehr ich leide, wie ich vernarbe, wie ich langsam zerfalle.
Sie sehen meine Risse, wenn sie schon zu tief sind.
Sie versprechen, mich zu schützen, mich zu retten.
Doch das Versprechen erlischt
so schnell, wie es gesprochen wird.