Kinder und Jugendliche melden sich zu Wort

Johanna Koch - Meine Sterne (Jugendliche melden sich zu Wort)

Meine Sterne

Nun stehe ich hier,
nicht in der Lage, den entscheidenden Schritt zu machen,
nicht in der Lage, mein Leben zu ändern.

Die Tür steht mir offen,
lässt mich einen Blick hineinwerfen,
hinein in die Zukunft, die ich haben könnte.
Aber will ich sie?

Ich erkenne keine Personen,
nur schemenhafte Wesen,
die durch eine perfekte Welt wandeln.
Das Licht dieser Welt breitet sich vor meinen Füßen auf dem Boden aus,

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Jan Niklas Bruchhagen - Warum überhaupt grenzen wir aus? (Jugendliche melden sich zu Wort)

Warum überhaupt grenzen wir aus?

Tja, grenzenlose Überforderung trifft in diesem Mo¬ment eher zu – in
diesem Moment des Schreibens. Damit habe ich wohl vorerst meine Grenze
erreicht.

Warum „grenzenlose Ausgrenzung“?
Warum grenzen wir überhaupt aus?
Was haben wir davon?
Was ist Ausgrenzung eigentlich?
Wo begegnet uns Ausgrenzung?
Wo begehen wir selber Ausgrenzung?
Wie grenzen wir jemanden aus?
Wie erklären wir uns das Phänomen Ausgrenzung?
Wer sind die Opfer der Ausgrenzung?
Wer bestimmt, wer ausgegrenzt wird?

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Buch: 

Veronika Effling - Kulturstraßenbahn (Jugendliche melden sich zu Wort)

Die Kulturstraßenbahn

Junge Mutter
Völlig überfordert
Ihr Sohn will wissen
Ob sie jetzt aussteigen
Sie erwidert Nein, noch nicht!
Mit türkischem Akzent

Musiker
Gerade noch pünktlich
Sein Kontrabass verdeckt ihn ganz
Murmelnd hört man ein Gerade noch geschafft!
Mit asiatischem Akzent

Hübsche Blondine
Löst ein Kreuzworträtsel
Blickt nachdenklich hin und her
Anderes Wort für Träumen? fragt sie ihren Partner
Mit niederländischem Akzent

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Negin Waghari - Jetzt fühle ich mich wohl (Jugendliche melden sich zu Wort)


Jetzt fühle ich mich wohl

Es war vor zehn Jahren, als ich nach Deutschland gekommen bin. Es
war Juli und schon im August bin ich zur Schule in die erste Klasse
gegangen. Mein erster Schultag war schrecklich. Fremde Sprache, fremde
Menschen, fremde Umgebung. Ich ging in das Klassenzimmer, und alle
starrten mich an. Keiner wollte mit mir spielen oder mit mir
zusammenarbeiten, da ich ja die „Ausländerin“ war.
In den Pausen haben sie mich immer angeguckt. Ich konnte die deutsche

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Daniela Heyng - Staubtanz (Jugendliche melden sich zu Wort)




Über Netze alt gewoben,
durch den Staub, der fein zerstoben,
wandern zarte Sonnenfinger,
brechen durch den Gläserzwinger.

Ganz hinten an der langen Wand,
mit Holz vertäfelt elegant,
stehen Vasen, voll mit Blumen,
Jahrzehnte alt, zerfall’n zu Krumen.

Truhen, die das Licht verschlucken,
in denen sich die Motten ducken;
es malt ein Bogen hell aus Licht
in bunten Farben Schicht um Schicht.

Auf das Glas der Schauvitrine,
es bleicht das Holz der Violine,

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