Kinder und Jugendliche melden sich zu Wort

Tanja Ivancenko - Man hasst das Gefühl (Jugendliche melden sich zu Wort)

Man hasst das Gefühl

Man hasst das Gefühl,
keinen Grund zu haben,
MORGENS aufzuwachen!
Man hasst es überhaupt
aufzuwachen.
Man hasst es aber auch
einzuschlafen,
denn man hat Angst
vor dem MORGIGEN Tag!

Man weiß nie,
was am nächsten MORGEN passiert,
denn das Schicksal ist schneller!
Man bildet sich ein,
MORGEN wird alles besser,
doch meistens wird es schlimmer.
Dann fragt man sich:
Wofür gibt es
ein MORGEN?

 

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Buch: 

kathrin gerwarth - die luft zum atmen (Jugendliche melden sich zu Wort)

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Luft zum Atmen

Mir scheint,
als sei es gestern gewesen,
als ich noch wusste,
wie mein Morgen aussehen würde,
denn in dir hatte ich
mein Morgen gefunden.

Jeden Abend schlief ich
in deinen Armen ein
und freute mich täglich
auf den Morgen,
an dem ich erneut
in ihnen aufwachen würde.

Deine so unerschütterliche Liebe
und Geborgenheit ließ mich
mit Freude und Sicherheit
in den nächsten Tag gehen
ich wusste, deine Hand
würde meine niemals loslassen.

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Johanna Koch - Meine Sterne (Jugendliche melden sich zu Wort)



 

Meine Sterne

Nun stehe ich hier,
nicht in der Lage, den entscheidenden Schritt zu machen,
nicht in der Lage, mein Leben zu ändern.

Die Tür steht mir offen,
lässt mich einen Blick hineinwerfen,
hinein in die Zukunft, die ich haben könnte.
Aber will ich sie?

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Maren Sieverding - Neongrell (Jugendliche melden sich zu Wort)

 

 

Neongrell

Graue Wolken, die es kaum erwarten können, den Ort unter sich mit Regen zu ertränken.
Kahle Bäume,
farbloses Graffiti.
Die Gegend ist alt, alt und farblos.
Die einzige Straßenlaterne in der Nähe spendet müdes Licht,
flackert und geht dann ganz aus.

Eine Ratte erschrickt,
und läuft durch die vereinzelten Pfützen
In ein altes Lagerhaus,
mit zerbrochenen Fenstern,
bröselnder Hauswand,
morscher Tür.

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Lennard Bruns - Wer ich bin (Jugendliche melden sich zu Wort)



Ich denke doch, ich weiß, wer ich bin,
mache jeden Tag das Gleiche,
doch frage mich, wo bleibt hier der Sinn?
Schaue jeden Tag in das bleiche
Gesicht der Morgensonne,
habe so viele Ideen, doch
‚Hopp’ sind sie dann doch
nur wieder in der Tonne.

Ich könnte so vieles machen,
ich könnte so viel sein,
doch ich kann mich für keinen Weg entscheiden,
deswegen bleib ich allein
zu Hause
mit Mutter und Vater,

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