Kinder und Jugendliche melden sich zu Wort

Sonja Sandt - Die Menschen (Jugendliche melden sich zu Wort)



In der grauen und tristen Großstadt, gleich neben einer Straßenlaterne, sprießt ein kleines Pflänzchen aus dem Boden. Zart und zerbrechlich und von niemand gesehen.
Mitten in der Stadt streckt dieses Pflänzchen seine hellgrünen Blätter und weißen Blüten aus.

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Melissa Meinhardt - Was uns bleibt (Jugendliche melden sich zu Wort)

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Was uns bleibt

Was bedeutet Morgen?
Morgen bedeutet Zukunft.
Was bringt die Zukunft?

Wir, die wir in einem Jahr das Abitur haben wer-den, erhoffen uns
viel von der Zukunft: einen Ausbildungsplatz, ein gutes Studium, einen
Job, der Spaß macht und bei dem man dazu noch gutes Geld verdient.

Aber ist das die Realität?

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Ala Thaher: Man sollte nie aufgeben (Jugendliche melden sich zu Wort)

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Man sollte nie aufgeben

Ich stelle mich erst einmal vor: Ich heiße Ala Tha-her und bin
dreizehn Jahre alt, sehr sensibel, frech und religiös. Ich versuche
mich überall anzupassen, egal wo. Ich möchte gerne Hotelfachfrau
werden, am liebsten in einem anderen Land. Gerne würde ich auch dort
meine Ausbildung machen. Wenn es soweit ist, möchte ich zwei Kinder
haben. Meine Träume sind schön und gut. Ob sie sich erfüllen, das ist
die Frage!

Gedicht:

So ist das Leben

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Lena Stahlhut - Flucht (Jugendliche melden sich zu Wort)

Flucht

Aus allen Richtungen strömen sie
Wie Vögel der Sonne entgegen
Verlassen Häuser Freunde Familienglück
Weil sie Arbeit und Frieden begehren

Sie träumen von Reichtum
Und unermesslichem Glück
So begeben sie sich auf die Reise
Können oft nie mehr zurück

Wie Winde lassen sie das Meer
Und die Grenzen hinter sich
Doch werden sie gefasst
Ihr Traum schon zu Beginn erlischt

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Veronika Slabu - der zug der zeit (Jugendliche melden sich zu Wort)

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ich steh am bahnhof

und warte auf den zug

der mich in die zukunft bringt

doch plagt mich das warten

oder genieße ich es

das warten auf das ungewisse

und fremde auf das

was mir missfällt

ändern kann ich es sowieso nicht

denn die zukunft kommt

also warum auf den zug warten

denn der zug der zeit

nimmt mich sowieso mit

ob ich will oder nicht

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naomi dietrich - ich nehm mir morgen frei (Gedicht des Tages)

Ich nehme morgen frei

9.00 Uhr
Aufgestanden, zwei Stunden zu spät. Verdammt, meine Mutter macht mir die Hölle heiß!

10.00 Uhr
Auf dem Weg zur Schule. Festgestellt, dass die Spanisch-Hausaufgaben fehlen. Begründung: Ich kann kein Spanisch. Ich konnte es noch nie. Werde es nie können. Lösung: Keine. Folge: An-schiss, Einreden eines schlechten Gewissens sei-tens der Lehrerin.

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