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Ein unersetzlicher Verlust - Reinhard Rakow gestorben

Am Samstag verstarb er, der Freund, der unermüdliche Kämpfer gegen das Vergessen, der Literat, der Organisator von Musik und Literatur. Viele Jahren haben wir gemeinsam gekämpft und geschafft, vieles ist uns gelungen, vieles bleibt erträumt. Unerschöpflich deine Schaffenskraft, unendlich deine Freundschaft, unendlich deine Hoffnung an die Kraft der Literatur und Musik. Was du für die Menschen, für die Literatur, für die Musik weit über die Wesermarsch an Bedeutung hattest, wird jetzt mit deinem Tod erst recht deutlich werden. Nun bleiben nur noch deine Bücher, die Erinnerungen an dich.

Reinhard Rakow in Radio WeserTV Talk im Rathausturm

https://www.youtube.com/watch?v=5lKrn8-pKTg

Er ist Rechtswissenschaftler, Psychologe, Germanist, Autor, Herausgeber und Maler und kommt aus Berne, wo er seit vielen Jahren die renommierten 'Berner Bücherwochen' organisiert. Warum diese weit über die regionalen und bundesweiten Grenzen einen so einen guten Ruf genießen haben wir uns beim aktuellen Corona Talk im Rathausturm ebenso unterhalten wie über sein aktuelles Buch 'FamilienAusstellung', das gerade im Geest-Verlag herausgekommen ist.

KATHARINA KÖRTING SCHAU MAL IM POSTKORB NACH Zu Reinhard Rakows Gedichten

KATHARINA KÖRTING
SCHAU MAL IM POSTKORB NACH
Zu Reinhard Rakows Gedichten

Mit seiner „ode vom auslesen“ kredenzt Reinhard Rakow ohne Vorwarnung, gleich zu Beginn des dritten Bandes, einen Aperitif „in formaldehyd“, eine Ouvertüre für „die gehirne“, eine scheinbare Anverwandlung des Bösen. Auch hier zeigt er sich als ein Zauberer des Entzauberns. Als sei es Bedingung, den Zauber des Lebens wahrhaftig zu erlesen: Erst kommt das Hinschauen, und dann kommt die Moral.

Reinhard Rakow - Was ich will

Was ich will


Was ich will? Das kannst du dir denken:
Einen Staat aus Liebe zu Menschen
Einen Staat dessen Ziel ist zu mehren
Gesundheit Glück Wohlergehen auf Erden
Einen Staat der zuvörderst anstrebt
Dass jeder Mensch möglichst lang lebt

Der für Luft Wasser Boden ohn’ Gift sorgt
Dass ein Lebensmittel von hier kommt
Dass Bauern besitzen Samen und Korn
Dass Fabriken entwickeln nicht nur Motor’n
Dass sie zahlen für Arbeit gerechten Lohn
Einen Staat zu dem so viel jeder beiträgt

Reinhard Rakow - Erkenntnis

Erkenntnis


Sei jeden Tages, den du leben durftest, froh
Und feire ihn, als wäre es dein letzter
Die Chancen, früh zu gehn, war’n gut und viel
Und deine Lebenslust selten zuvor zerfetzter

Der Wind, der die Kulissen schiebt, spielt stetig
Mit Wolkenresten wie mit geblich’nem Sand
Dein Gnadenvorrat ist verbraucht durch Warten
Durch Zagemut und Mangel an Verstand

Ich sag es mir und rede es vergeblich
Mir vor dem Spiegel ein seit Jahren, Tag für Tag.
Drum wenn ich nicht mehr bin, braucht keiner weinen:

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