Graue Wolken, die es kaum erwarten können, den Ort unter sich mit Regen zu ertränken. Kahle Bäume, farbloses Graffiti. Die Gegend ist alt, alt und farblos. Die einzige Straßenlaterne in der Nähe spendet müdes Licht, flackert und geht dann ganz aus.
Die Nacht trinkt mich aus, während die Stille aussieht wie du. Du bist schon so lange her. Deine Seele fließt aus meinen Augen und regnet auf den Rand einer Wolke. Hinter dem Fenster stirbt der Schnee und ich im Wohnzimmer.
Ich bin allein Und schaue in die ferne Ein neuer morgen bricht herein Was wird er mir bringen Leiden schmerzen oder traurigkeit So wie es früher oftmals war Doch ich weiß Mein leben wandelt sich Und mit all den lieben menschen Die mir helfen ich selbst zu sein Weiß ich Der morgen ... Der morgen! Kann voller licht und wärme sein
In seinen Geschichten beschreibt Dirk Röse Menschen an den Brennpunkten ihres Daseins. Wenn das Leben auf Messers Schneide steht, wenn Biografien auf die Spitze getrieben werden, wenn Menschen mit sich selbst konfrontiert werden, immer dann entstehen die „fraglichten“ Momente – „momente“ zwischen „licht“ und „fraglich“, in denen das Leben ein „fragment“ zu bleiben
Kornelia Averbeck, geboren 1957, wuchs in Gelsenkirchen auf. Nach dem Abitur (1976) begann sie ein duales Studium in der Kommunalverwaltung, wo sie bis zu ihrer vorzeitigen Pensionierung (2014) tätig war. 2011 erkrankte sie an einer Form der Makuladegeneration und ist heute fast blind. Vor mehr als 20 Jahren hat sie begonnen, zu malen. Seit 2011 schreibt sie Gedichte. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.