In einem Saal bei Lorbeer, in einer kleinen Ortschaft im Herzogtum Koriander, trafen sich in einer Basilika ein Herr Bär, ein Herr Lauch und ein Major an. Der Major eröffnete das Gespräch, indem er fragte, wie sich die Herren befänden. Beide befanden sich wohl, also wechselte das Thema zur Kirchenausstat-tung. „Welch ein lieb Sockel“, rief Herr Bär aus, als er sich dem Altar näherte. „‘s hat allerdings n Kerble“, meinte der äußerst bay-rische Herr Lauch abwertend.
ich danke den stunden in denen ich schlaflos liege in den nächten in denen alles still ist sodass allmählich die inneren dinge aus mir hervortreten wie eine leere landschaft im mondlicht immer klarer und unmissverständlicher hervortritt sodass ich zustimmen und meinen weg fortsetzen kann beständig und schritt für schritt auch unter spürbarer last den pfad erkenne und keine fragen mehr stellen möchte
Ich habe mich in dein Leben gewürfelt Der Sommer kam zu Hilfe Man kann nicht immer eine Sechs haben Du hast mich genommen und wieder auf Anfang gesetzt
Jürgen Niedenführ wurde 1941 in Oberschlesien geboren. Nach der Vertreibung lebte er ab 1946 in verschiedenen Orten in Niedersachsen und NRW. Seit 1996 wohnt er in Wuppertal. Das Abitur absolvierte er am Gymnasium Carolinum in Osnabrück. Danach Lehramtsstudium in den Fächern Deutsch, Philosophie und Geschichte, Lehrer, dann Dozent am Institut für Lehrerfortbildung. In seinen Kursen für das Fach Deutsch setzte er den Schwerpunkt auf die Entwicklung des kreativen Schreibens bei Lehrenden und Lernenden.
Liebe, mein Kind, tut weh. Liebe, mein Kind, muss gelernt sein, denn Liebe, mein Kind, bedeutet, auf einem schmalen Faden über einer tiefen Schlucht zu wandern. Liebe, mein Kind, ist eine Warnung. Und fallen, mein Kind, tut weh.