Heute lege ich die Flügel neben mich, setze einen Fuß vor den anderen. Dann breite ich die Arme aus, warte auf den Wind. Lasse mich fallen, finde die Reißleine, schwebe hinab zum Regenbogen, an dessen Ende ein Tintenfass steht.
du stehst auf und guckst aus dem fenster alles ist so anders draußen und drinnen nein es ist still die sonne geht auf und du schaust in den spiegel nein du bist anders
du musst los nicht zur schule nein etwas neues wartet auf dich etwas fremdes nein und du merkst es ist morgen jetzt
Nach Eden gen Osten hin der Garten aller Gärten bewässert von Euphrat und Tigris mit Bäumen und Blumen und Samen die Früchte bringen und grünem Kraut im Überfluss
Nach Gethsemane wo Oliven wachsen Ort der Stille und des tiefen Schlafs wo EINER nur wacht
Und darüber hinaus nach Golgatha an der Stätte wo ER gekreuzigt wurde ein Garten ein leeres Grab wo der Mandelzweig blüht
Wer kann das mögen? Die Spitzendeckchen – die Trockenblumen – all überall – bunte Gartenzwerge groß und klein! Solche Gemütlichkeit nimmt mir die Luft. Ich will atmen. Aber hier steht die Häkelfrau. Erzählt von Krebs, Tochtergeschwüren und Enkelsorgen.