Michael Tonfeld tritt seit über zehn Jahren erzählend mehr als 1.000 mal in Büchereien, Kindergärten, Schulen, auf Messen, in Museen, auf Afrika-Festivals und anderen Open-Air-Veranstaltungen im gesamten deutschsprachigen Raum auf.
Michael Tonfeld lebt in Augsburg. Viele Jahre war er Vorsitzender des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt.
Lesung mit Dr. Reinhard Tschapke „Kastanienallee“ am 29.11. um 16.00 Uhr
Erzählung von Herbert Allerheiliegen „Kriegsende in Berne“ sowie „Vertreibung und Flüchtlinge“
Fotografin: Anke Bolting
Die Vergangenheit lebt, auch nach dem Tod der Eltern. Was bleibt, sind Fragen und Leerstellen, die Nachgeborene haben. Reinhard Tschapke wagt in der Erzählung „Kastanienallee“ einen Blick hinter den Vorhang: Was geschah mit der kleinen Ilonia im Winter 1944/45 im tiefen Osten des damaligen Deutschland? Als die Nazis letzte Parolen brüllten, die Rote Armee anrollte, Flucht und Vertreibung einsetzten? „Kastanienallee“ beruht auf den wahren Erlebnissen eines Waisenkindes, das erst 1948 in den Westen in eine „kalte Heimat“ kam. Eine autobiografische Familiengeschichte um ein Frauenschicksal, das auch unsere Region betrifft.Reinhard Tschapke lebt als Journalist und Buchautor in der Wesermarsch. Er arbeitete als Kulturredakteur der „Welt“ in Bonn und Berlin und bei der „Nordwest-Zeitung“. Sein neues Buch „Kastanienallee“ ist im Geest-Verlag erschienen (286 Seiten, 15 Euro).
Foto Herbert Allerheiligen
Auch nach so langer Zeit ist und bleibt es notwendig, die Augen vor der Vergangenheit nicht zu verschließen, sonst wird man blind für die Gegenwart. Über 80 Jahre danach soll das Ende des Krieges mit einigen Folgen in den Blick genommen werden: Wie verlief die Übergabe Bernes an die anrückenden britischen und kanadischen Soldaten? Wer handelte wie gegen alle Durchhaltebefehle? Wer riskierte sein Leben mit der weißen Fahne der Kapitulation? Wie verkraftete die recht beschauliche Gemeinde die fast verdoppelte Einwohnerzahl nach Flucht und Vertreibung? Von etwa 2000 Einwohnern stieg die Zahl auf über 4000.Herbert Allerheiligen, ein Nachkriegskind, später Lehrer in seinem Heimatort Berne, gibt einen kurzen Über- oder Einblick in die letzten Kriegstage und verweist auf die Folgen für die Bürger. Er ist Autor eines Buches über Jüdisches Leben in Berne.
VVK 10,00€ // AK 13,00€ SchülerInnen bis 18 Jahre: freier Entritt ab 14:30 Uhr bieten wir Kaffee & Kuchen an