Handreichungen mit pädagogischen Zusatzinformationen zur 21. Essener Jugendanthologie „Mein Heute und Morgen an der Ruhr“

Handreichungen mit pädagogischen Zusatzinformationen

Ein Buchprojekt in Kooperation zwischen dem
Kulturzentrum Grend Essen und dem Geest-Verlag Visbek


Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem großen Erfolg der letzten Essener Anthologie mit dem Titel „Zwischen meinen Stühlen“ wollen wir ein neues Buchprojekt für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und zwanzig Jahren aus dem Ruhrgebiet starten. Es ist bereits das einundzwanzigste. Diesmal richten wir den Blick auf unsere Gegenwart und Zukunft, wie sie hier im Ruhrgebiet wahrzunehmen ist. Gerade für junge Menschen ist das wichtig, leben wir doch in einer Umbruchszeit, die uns alle betrifft, sie aber ganz besonders. Das spürt man an allen Ecken und Enden. Was da wohl alles passieren kann und passiert? Und wieder wollen wir mit Ihnen gemeinsam etwas Besonderes schaffen. Sie, sehr verehrte Damen und Herren, haben Kontakt zu jungen Menschen. Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung und um Ihr Engagement!

Das neue Schreibprojekt

„Mein Heute und Morgen an der Ruhr“ heißt das neue Thema. Es fragt danach, wie junge Menschen bei uns im Revier ihre Gegenwart und ihre Zukunft sehen angesichts der großen gesellschaftlichen Verunsicherung bei uns und weltweit. Das Thema ist offen gestellt und bietet deshalb viele Möglichkeiten, sich ihm zu nähern. Da gibt es den Klimawandel und die zunehmenden Naturkatastrophen, an denen niemand mehr vorbeikommt, egal, wo er wohnt. Da gibt es die Kriege in der Ukraine und in Nahost, die wie Pulverfässer sind und die Menschen überall ängstigen. Und auch Corona ist hier zu nennen. Die Pandemie ist noch längst nicht ausgestanden, die psychischen Schäden sind unübersehbar. Vor allem aber gibt es den politischen Rechtsruck in weiten Teilen der Welt wie bei uns in Deutschland, ja, auch bei uns im Ruhrgebiet. Klare Fakten werden verdreht und geleugnet. Stattdessen feiern sogenannte „alternative Fakten“ Urständ und werden massenhaft verbreitet. Hass und Hetze in den sozialen Medien und auf der Straße steigern sich ins Unermessliche. Auf der einen Seite nimmt die rechte Gewalt nach dem NSU sowie den Attentaten in Kassel, Halle und Hanau immer weiter zu (vgl. z. B. dazu die Daten des Bundesamts für Verfassungsschutz: Bundesamt für Verfassungsschutz - Zahlen und Fakten). Auf der anderen kommt es zu schockierenden Messerangriffen. Dabei machen zumeist abgelehnte Asylbewerber Schlagzeilen mit heimtückischen Angriffen auf friedliche Menschen.  So zum Beispiel in Magdeburg, Aschaffenburg oder Berlin. Gleichzeitig gab es in Potsdam ein Treffen von Rechtsextremisten und AFD-Leuten, bei dem über eine sogenannte „Remigration“ von Menschen nachgedacht wurde, deren Familien nach Deutschland eingewandert sind. Ein offenes Anknüpfen an die Nazi-Ideologie, die man eigentlich überwunden glaubte! Ganz besonders treffen diese Entwicklungen junge Menschen, die ihren persönlichen Weg in unsere Welt noch finden müssen. Vor allem im Ruhrgebiet!  Wie gehen sie mit diesen Entwicklungen und den daraus für sie resultierenden Zukunftsfragen um? In unserer alternden Gesellschaft finden sie nur wenig Gehör. Und das, obwohl es gerade auf sie ankommt und sie dringend gebraucht werden! Welche Wege werden sie nehmen? Was sind ihre Ziele?
Nicht zuletzt zeitigt auch die Entwicklung des Internets inzwischen weitreichende Folgen, die noch gar nicht abschätzbar sind. Ähnlich wie durch die Erfindung des Buchdrucks vor über 500 Jahren wird nämlich seit Beginn des 21. Jahrhunderts das Leben der Menschen digital durcheinandergewirbelt, werden althergebrachte Konstanten in Frage gestellt und oft genug beiseitegeräumt. Wie wir unsere Zeit wahrnehmen, verändert sich rapide. Dass alles immer schneller und schneller wird, diese Wahrnehmung kennen wir bereits. Jetzt erscheint es oft so, dass alles gleichzeitig passiert, so schnell folgen Aktion und Reaktion aufeinander. Und dabei scheinen sich unsere Vorstellungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzulösen. Nichts geht mehr im Internet verloren. Alles, was war, kann jederzeit irgendwo aufploppen und seine Wirkung entfalten. Man entkommt ihm nicht, man entkommt sich nicht, man ist in seiner Vergangenheit gefangen.
Ähnlich ist es bei unseren räumlichen Vorstellungen. Alles taucht aufgrund des technischen Fortschritts überall gleichzeitig auf. Was ursprünglich mal weit weg war und einem Zeit ließ, sich mit ihm auseinanderzusetzen, scheint jetzt plötzlich unmittelbar im Internet auf und fordert einen. Vorstellungen und Einstellungen, die man längst für vergangen hielt, präsentieren sich auf einmal so, als ob sie nie weg waren, und das mit aller Macht. Genauso ist es mit neuen Ideen. Sie sind auf einmal da, ohne dass einem Zeit bleibt, sich genügend mit ihnen auseinanderzusetzen und sie zu überprüfen. Es ist, als ob sie von der Leine gelassen werden und davonstürmen, ohne dass wir sie halten können.
Gesteuert werden diese digitalen Prozesse bekanntlich zusätzlich durch Algorithmen, die eine Selbstbespiegelung fördern und echten dialogischen Ansätzen entgegenstehen.  Deutlich ist, Medien-Mogule wie Elon Musk und Mark Zuckerberg versuchen, sich unsere Welt zu ihren Gunsten zu bauen.  Noch ist das Internet nicht der demokratische Raum, der Hass und Hetze stoppt und gleichzeitig einen wirklich wechselseitigen freien Informationsaustausch zulässt.  Das alles verunsichert, weil auf diese Weise grundlegende gesellschaftliche Übereinkünfte in Frage gestellt werden. Gerade Jugendliche nutzen die Plattformen des Internets intensiv. Wie werden sie dadurch geformt und vorgebildet? Bewusst? Unbewusst? Was lassen sie zu und wie kommen sie mit diesen neuen Entwicklungen zurecht? Sie trifft doch das, was da entsteht, weitaus mehr als Menschen, die jetzt schon älter sind.  

Worum geht es bei dem neuen Buchprojekt genau?

Klar ist, Jugendliche brauchen Orientierung, ohne dass man ihnen etwas vorschreibt. Der Satz von Immanuel Kant, Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, gilt noch immer. Und so brauchen Jugendliche Hilfestellungen, die ihnen Freiräume öffnen und ihnen auch die dafür notwendige Zeit geben, damit sie sich entwickeln können. Wie sollen sie sonst vorankommen? Beruflich und persönlich?
Schon aus entwicklungspsychologischen Gründen ist die derzeitige gesellschaftspolitische Situation ist für Jugendliche schwierig. Sie befinden sich altersgemäß in einer Phase des inneren Umbruchs auf dem Weg in ihr Erwachsenenleben, bei der mehr oder weniger alles umgepflügt und auf den Prüfstand gestellt wird. Das ist charakteristisch für die Pubertät, egal, in welcher Kultur sie aufwachsen. Gleichzeitig stellen die Jugendlichen nun aber fest, dass es auch in ihrem äußeren Umfeld zwischen Fakten und sogenannten alternativen Fakten oft keine Verlässlichkeit und keinen wirklich sicheren Halt mehr gibt. Nicht einmal als Gegenpol! Was macht das mit ihnen in ihren Familien sowie ihrem kulturellen und religiösen Umfeld? Was gibt ihnen heutzutage Reibungsfläche, aber auch Geborgenheit? Wie können sie sich von den Erwachsenen abgrenzen, aber auch neues Vertrauen entwickeln? Ob sie sich weiter verunsichern lassen? Welchen Weg gehen sie? Ob sie vor diesem Hintergrund Halt in autoritären Haltungen suchen, die ihnen vorschnelle, einfache Lösungen anbieten? Die Gefahr jedenfalls ist sehr, sehr groß.
Schon immer haben sich die Essener Anthologien als Reflexionspodium für junge Menschen im Ruhrgebiet verstanden, als Raum, in dem sie sich über das äußern können, was ihnen auf der Seele brennt. Indem sie ihre Gedanken formulieren und weiterentwickeln! Indem sie ihre eigenen Worte finden und formen! Indem sie über das gesprochene oder geschriebene Wort anfangen, ihre nächsten Lebensschritte zu gehen und zu gestalten. In besonderem Maße gilt dies nun auch für das neue Schreibprojekt mit dem Thema „Mein Heute und Morgen an der Ruhr“. Es will Jugendlichen gestalterisch Räume öffnen, in denen sie sich mit ihrer derzeitigen Situation auseinandersetzen und auf literarisierender, ja, literarischer Ebene ihre Zukunftsfragen angehen können.
 Laden Sie deshalb Kinder und Jugendliche ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen! Laden Sie sie ein, darüber zu schreiben und Geschichten zu erzählen. Ihre Geschichte! Oder was auch immer. Denn das kann ihnen helfen, sich ihrer selbst zu vergewissern und den eigenen Standort zu finden. Sie können Perspektiven formulieren, um möglicherweise auch Wege zu finden, wie es weitergehen kann, wenn sie sich vor einer Mauer oder einem Loch wiederfinden. In jedem Fall bietet ihnen ein solches literarisierendes Schreiben direkt und indirekt eine Orientierung, dort, wo sie gerade stehen. Und vielleicht – vielleicht – entsteht dabei auch ein richtig gutes Stück Literatur!

Bei uns im Ruhrgebiet

Bei uns im Ruhrgebiet stellt sich die Frage nach dem Heute und dem Morgen für junge Menschen noch einmal viel intensiver. Viele Menschen sind im Laufe der letzten einhundertfünfzig Jahre ins Revier eingewandert, um hier bei Kohle und Stahl ihr Auskommen, ihre Zukunft zu finden. Dann wurde die Bergbauförderung schrittweise aufgegeben, und viele wurden arbeitslos. Der Strukturwandel nahm seinen Lauf. Andere kamen, weil sie woanders verfolgt wurden und bei uns Sicherheit für sich und ihre Familien suchten. Dass Rechtsradikale bis hin zur Alternative für Deutschland AFD darüber Tagungen abhalten, wie Menschen wieder in ihre Ursprungsländer zurückgebracht werden können, obwohl viele von ihnen bereits in der dritten und vierten Generation in Deutschland leben, schlug bei vielen von ihnen ein wie eine Bombe. Es verunsichert massiv. Die Frage nach dem, wie es vor diesem Hintergrund weitergeht, ist insofern eine Existenzfrage des Ruhrgebiets, und zwar mit allen dazugehörenden Schwierigkeiten und Konflikten. Sie ist der Grund, warum so viele Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen bei uns zusammenleben, ja, auch zusammenleben können. Und das gilt nach dem Ende des Bergbaus in unserer Region auch weiterhin. Migration gehört zum Ruhrgebiet dazu quasi wie die Luft zum Atmen. Die Integrationsleistung ist trotz mancher Rückschläge beträchtlich. Das gilt auch dafür, wie bei uns mit Problemen umgegangen wird und Lösungsansätze kreiert werden.   
Die Jugendlichen, die bei uns zuhause sind, sind mit diesen Leistungen, aber auch Schwierigkeiten und Konflikten groß geworden. Sie erleben sie, sie erleiden sie, genießen aber auch das, was sich positiv aus dem Zusammenleben so unterschiedlicher Kulturen und Religionen entwickelt. Sie haben an all dem Anteil. Insofern dürfte das, was sie dazu zu sagen haben, besonders interessant sein in unserer global zugespitzten Situation. Wie gehen sie mit den existentiellen Bedrohungen um? Wie bewältigen sie ihren Alltag? Welche Richtung schlagen sie ein? Und: Welche Ideen und Vorstellungen entwickeln sie? Welche Hoffnungen haben sie, welche Ängste?
Zu fragen ist auch, was das die digitale Entwicklung für das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen bei uns bedeutet! Was lebt bei den Kindern und Jugendlichen weiter? Was nehmen sie mit? Wie wehren sie sich gegen Unzumutbarkeiten? Welche Perspektiven eröffnen sich gerade jungen Menschen hier im Revier? Nehmen sie ihr Schicksal in die eigene Hand? Vieles davon wird sich sicherlich in den literarisierenden oder auch literarischen Texten, spiegeln, die die Jugendlichen schreiben. Der Schmelztiegel Ruhrgebiet steht da für sich. Das aber sind nur einige Ansätze, auch anderes ist denkbar. Im Mittelpunkt sollte auf jeden Fall das stehen, was den Jungautorinnen und -autoren auf dem Herzen liegt.
Noch etwas, was in der Regel nicht mit bedacht wird: Bekanntlich präsentiert sich das Ruhrgebiet unter Tage wie ein Schweizer Käse, so sehr hat der Bergbau über einhundertfünfzig Jahre hinweg die Erde ausgehöhlt. Der Boden, auf dem die Menschen im Revier leben, ist deshalb nicht so sicher, wie es scheint. Bis zu fünfundzwanzig Meter hat er sich bekanntlich abgesenkt, sodass Flüsse und Bäche aktiv reguliert werden mussten. Das ist eine der sogenannten Ewigkeitsaufgaben, die sich seit dem Ende des Steinkohlebergbaus stellen. Bis heute gibt es immer wieder Tagesbrüche, kleinere und größere, besonders spektakulär zum Beispiel im Jahr 2000 das Höntroper Loch, bei dem der Boden fünfzehn Meter tief aufriss. Trotz dieser Unsicherheit leben die Menschen im Revier, finden sie in den Städten ihr Auskommen und versuchen sie, Antworten auf ihre Lebensfragen zu finden. Ob das nicht auch ein Beispiel werden kann, wie man insgesamt mit der gesellschaftlichen Verunsicherung heutzutage umgehen sollte?  Ob da nicht gerade auch die Jungautorinnen und -autoren, die im Revier aufwachsen, mit ihren Antworten weiterhelfen können?

Mögliche didaktische Leitfragen

Wie finden Kinder und Jugendliche nun die Geschichte, die sie erzählen wollen oder sollen.  Dafür bieten sich verschiedene Ansatzpunkte an. Da ist zunächst einmal die Alltagserfahrung der Jugendlichen, das, was sie tagtäglich erleben, womit sie sich auseinandersetzen. Das kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem, welche Perspektive sie einnehmen. Die einen engagieren sich vielleicht in einem Verein oder ihrem Jugendclub, die anderen in ihrer Kirchen- oder Moscheegemeinde oder ihrer Synagoge. Wieder andere leben, aus welchem Grund auch immer, in prekären Verhältnissen und müssen jeden Tag um ihren ganz konkreten Weg in den Tag kämpfen. Die nächsten haben vielleicht mit ihren Familien Fluchterfahrungen sammeln müssen, sind traumatisiert und müssen sich zwischen dem Alltagsrassismus bei uns und dem aufkeimenden Nationalismus tagtäglich zurechtfinden. Und dann gibt es noch welche, die durch alle gesellschaftlichen Maschen fallen und alleine dastehen, ohne zu wissen, wie es für sie in ihrer Situation vorwärtsgeht.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Auseinandersetzung mit den eigenen religiösen und kulturellen Traditionen, mit dem, was sie mitbringen, teilen und was sie in der eigenen Familie leben. Was hat Bestand, weil es einen hält und in die Zukunft trägt? Was muss abgestreift und beiseitegelegt werden, weil es zum Ballast, zum Hemmschuh geworden ist? Trägt die Antwort, die die eigene Religion auf die Lebensfragen gibt, oder nicht? Was bewährt sich im Alltag und hält einen fest? Oder steht man an einem Punkt, bei dem es keinen Ausweg mehr gibt? Das betrifft das eigene Selbst, aber auch unsere gesellschaftlichen, ja auch weltweiten Zukunftsfragen, die auf ihre Beantwortung warten. Es geht um den Punkt, den eigenen, an dem man steht!  Denkbar ist vieles.
Helfen können bei der Suche nach dem, was man erzählen möchte, aber auch die folgenden Leitfragen:

1.    Schreibe möglichst viele Worte und Redewendungen auf, in denen das „Heute“ und das „Morgen“ vorkommen!
2.    Suche dir ein oder zwei Worte oder Redewendungen davon aus, die dir besonders sympathisch oder unsympathisch sind (es können nach Wahl auch solche sein, mit denen du etwas Besonderes erlebt hast oder die dir auf andere Weise wichtig geworden sind)!
3.    Notiere dir dazu, warum das so ist und was du mit ihnen verbindest!
4.    Schreibe dazu einen Text/eine Geschichte/ein Gedicht!

Gerade Jüngeren kann ein solches Vorgehen eine Brücke bauen. Natürlich steht es jeder/jedem Jugendlichen frei, sich diesem Thema so zu nähern, wie sie/er es gerne möchte. Gleichwohl dürften manchmal Tipps sinnvoll sein, um ihnen Wege zu zeigen, wie sie diese Thematik angehen können. Und manchmal geht es ja vielleicht auch darum, Schreibblockaden aufzulösen und Schreibwege zu finden, die aus einer Sackgasse herausführen. Für die meisten ist ja ein solches Schreiben noch eher ungewohnt:

1.    Kreativität lässt sich freisetzen, wenn eine Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive heraus erzählt wird, etwa aus der Sicht einer anderen beteiligten Person, eines Tieres oder gar eines Gegenstandes, der sich vor Ort befindet.
2.    Manchmal ist es sinnvoll, ein Geschehen in eine andere Zeit zu verlegen, um Zusammenhänge zu verdeutlichen oder Verbindungen aufzuzeigen. So kann eine Geschichte in eine vergangene, aber auch in eine zukünftige Zeit verlagert werden, um ihr neue Erzählräume zu öffnen.
3.    Ein interessanter Verfremdungseffekt entsteht, wenn die Handlung an einen anderen Ort verlegt wird. Vielleicht in eine andere Stadt, in ein anderes Land oder sogar auf den Mond!
4.    Auch aus der Wahl der Gattung heraus lassen sich viele Möglichkeiten der Darstellung entwickeln. Denkbar ist es zum Beispiel, ein bestimmtes Geschehen nicht in die Berichtsform, sondern in ein Märchen oder ein Gedicht zu gießen. Natürlich müssen solche Formen nicht vollständig ausgefüllt werden. Es geht vielmehr darum, dass die Jugendlichen für das, was sie erzählen wollen, die passende Form finden. Ein Märchen oder etwa ein Gedicht ist ja nicht schon deshalb gut, weil es die Form erfüllt. Insofern kann es sinnvoll sein, Zwischenformen zu entwickeln.

Auf diese Weise können schreibend Wegmarkierungen gesetzt werden, Wegweiser und anderes mehr, was weiterhelfen kann. Vieles ist denkbar, und zwar jenseits dessen, was das Filmprogramm im Fernsehen, das Netz oder gar KI bietet. Entscheidend ist für die Aufnahme ins Buch nicht, ob ein Text im Schuldeutsch fehlerfrei geschrieben oder formal perfekt ist, sondern vielmehr, ob er interessant ist und Inhalt, Form und Sprache einander entsprechen. Darauf ist zu achten. Geben Sie den jungen Schreiberinnen und Schreibern die Orientierungshilfen, die sie benötigen, um sie beim Schreiben zu unterstützen. Das ist für uns kein Ausschlusskriterium.

Selbstbestimmtes Schreiben

Das Schreiben ist gerade für Kinder und Jugendliche eine wertvolle Chance. Vieles kann auf den Tisch kommen, je nach dem, was ihnen auf der Seele brennt und was sie intensiv beschäftigt. Immer wieder sind es kleine Erlebnisse, die sie innerlich berühren, manchmal aber auch äußere Ereignisse, denen sie sich stellen müssen. Mal geht es um kleine Beobachtungen, die interessant und mitteilenswert erscheinen; mal sind es Schicksalsschläge, die sie aus der Bahn werfen und von ihnen eine Neuorientierung verlangen. Es sind äußere Vorkommnisse wie innere Prozesse gleichermaßen, denen sie sich stellen müssen, und von ihnen können sie schreiben. Denn das hilft. Das geht Kindern und Jugendlichen genauso wie uns Erwachsenen. Zum einen können sie das Dargestellte, indem sie es aufschreiben, loslassen und besser bewältigen. Zum anderen können sie damit auch Dinge im Wortsinn zur Sprache bringen, die ihnen noch nicht so klar sind. Dann können sie sich auf diesem Weg auch positionieren und einen Standpunkt beziehen, etwa zu einem Vorfall, der sie umtreibt. Sie können sich sogar, indem sie dies tun, in eine bestimmte Tradition stellen und deutlich machen, dass sie sich mit ihr identifizieren oder gerade dies eben auch nicht tun. Und schließlich können sie erzählend auch etwas entwerfen, das vielleicht erst in der Zukunft für sie relevant wird. Das Schreiben unterstützt sie entwicklungspsychologisch auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden; es hilft ihnen, ihren persönlichen Lebensentwurf zu finden und vorwärtszukommen.
Das Schreiben ist dabei nicht, wie vielleicht wie im Schulunterricht, Mittel zum Zweck, sondern gewinnt seinen Wert aus sich heraus. Jeder Einzelne soll zu Wort kommen, ja, zum Wort in dem, was ihm wichtig ist und worüber er sich äußern möchte. Vielleicht sogar jenseits aller Narrative und Konventionen, die uns prägen und womöglich unser Eigenes zu verschütten drohen! Selbstbestimmtes Schreiben ist gefragt, eines, das nicht gleich von außen gesetzte Erzähl- und Schreibnormen einfordert, sondern die innere Konsistenz eines Vorgangs in den Mittelpunkt rückt und diesen unterstützt. Das kann (auto-) biografisch sein, muss es aber nicht. Denkbar ist genauso gut ein fiktives Erzählen oder eines, das noch ganz anderen Kriterien folgt, je nach Wunsch des Schreibenden. Natürlich heißt das nicht, dass die Kinder und Jugendlichen alles, was sie in der Schule und sonst wo an Erzähltechniken gelernt haben, beiseitelegen müssen; sie können das Gelernte gerne im intendierten Sinne nutzen. Das versteht sich von selbst. Es geht darum, dass sie wirklich zu Wort kommen. Das ist wichtig.
Selbstverständlich dürfen die Jugendlichen, vor allem die mit Migrationshintergrund, in der Sprache schreiben, in der sie sich zu Hause fühlen. In welcher, das sollte gegebenenfalls mit angegeben werden. Die für den Abdruck in der Anthologie ausgewählten Texte werden, wie im Verlagswesen üblich, Korrektur gelesen und den Jungautorinnen und -autoren noch einmal zur Kontrolle vorgelegt. Wenn Sie Fragen haben, dann melden Sie sich bitte bei uns! Wir beraten Sie gerne.

Die richtige Wahl des Schreib-Ortes und der Schreib-Zeit

Eine besondere Bedeutung hat für diese Art des Schreibens oft der Schreib-Ort, also der Ort, an dem die Jugendlichen das, was sie mitteilen wollen, zu Papier bringen. Achten Sie bitte im Rahmen Ihrer Möglichkeiten darauf, dass die Jungautorinnen und -autoren einen Ort haben, an den sie sich zurückziehen können und an dem sie sich wohlfühlen. Was das für ein Ort ist, kann ja sehr unterschiedlich sein. Bei dem einen ist es das eigene Zimmer, bei dem anderen ein Lieblingsort irgendwo draußen.
Genauso ist es mit der Schreib-Zeit. Der eine braucht die Geräuschkulisse des Tages in der Umgebung, der andere die Stille der Nacht. Schaffen Sie, wenn möglich, die Rahmenbedingungen dazu, egal, ob es um ein Schreiben in der Schule oder in der Freizeit geht!

Eine Literaturempfehlung

Was diese Form des literarischen Schreibens ausmacht, zeigt der von Prof. Dr. Ralph Köhnen, Literaturwissenschaftler und Literaturdidaktiker an der Ruhr-Universität Bochum herausgegebene Band „Die Essener Anthologien. Anatomie und Geschichte eines Schreib- und Buchprojekts für Jugendliche im Ruhrgebiet“, der im Jahr 2024 zum zwanzigjährigen Bestehen der Buchreihe im Geest-Verlag erschienen ist (ISBN 978-3-86685-608-0). Er gibt einen Einblick in die Entstehung und die Geschichte des Projekts und lässt Kooperationspartnerinnen und -partner zu Wort kommen. Was noch wichtiger ist: „Ehemalige“ Jugendliche, die früher einmal mitgeschrieben haben, äußern sich jetzt als Erwachsene und blicken darauf zurück, was ihnen das literarische Schreiben persönlich und beruflich gebracht hat.  Mit überraschenden Ergebnissen!

Eine persönliche Einschätzung:
„Die Welt verändert sich in einem permanent schneller werdenden Tempo, und mittendrin im Ruhrgebiet gibt es junge Menschen, die sich mit sich und allem, was sie umgibt und ausmacht, in Texten auseinandersetzen, dies aufschreiben und anderen mitteilen – nicht nur in Kurznachrichten. Das ist Autorenschaft im besten Sinne. Das Selbst erkennen, reflektieren und in Kontexte setzen. Davon zeugen alle Texte in diesem so wichtigen Band, der uns in die zwei Jahrzehnte einer einzigartigen Zusammenarbeit zurückblicken und deren Relevanz und Wirkung lebhaft werden lässt. Wer dieses Buch liest, wird erkennen: Gerade in dieser Zeit, da Texte von Künstlicher Intelligenz produziert werden, ist das eigene Schreiben von unschätzbarem Wert.“

Prof. Dr. Oliver Scheytt (Geschäftsführer der Ruhr 2010GmbH)

Ausblick

De neue Essener Anthologie lädt alle Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und zwanzig Jahren, die bei uns im Revier leben, dazu ein, sich mit dem Thema „Mein Heute und Morgen an der Ruhr“ auseinanderzusetzen und darüber zu schreiben. Was erleben sie bei sich und in ihrem Umfeld? Welche Erfahrungen sammeln sie? Wie gehen sie mit den daraus resultierenden Problemen um? Was zeigt sich beim Blick in den eigenen Spiegel? Vor allem, wenn die verschiedenen Erzähl- und Schreibkulturen, die es im Revier gibt, miteinander in Verbindung treten! Was wird da entstehen? Was die Jugendlichen uns über dieses Thema mitzuteilen haben, ist mit Sicherheit interessant auch über unsere Region hinaus. Vielleicht ist es beispielgebend. Wer weiß! Umso wichtiger ist es, das Ganze mit ihnen gemeinsam anzugehen!

Unsere Bitte

Aus diesem Grunde sprechen wir Sie, verehrte Moderatorinnen und Moderatoren, persönlich an! Geben Sie den Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen, in denen Sie arbeiten und mit denen Sie zu tun haben, Raum, sich mit der Thematik zu befassen! Davon auszugehen ist auf jeden Fall, dass das, was bei jungen Menschen auf erzählerischer Ebene passiert, in vielerlei Hinsicht sein Pendant bei ihnen selbst findet. Und das ist gerade für ihr Lebensalter wichtig. Es ist ein Schritt sprachlicher „Verortung“, der sie den Blick nach vorne richten und Perspektiven entwickeln lässt. Woher komme ich? Was will ich? Was kann ich? Wie kann ich das, was ich will, erreichen? Es sind Fragen, die ihnen Wege eröffnen, sich kritisch und selbstkritisch mit der eigenen Vergangenheit, der eigenen Gegenwart und der eigenen Zukunft zu befassen. Das gilt für alle, egal, wo sie geboren wurden oder woher sie stammen. Und das ist für jeden, der mit jungen Menschen zu tun hat und sich für ihre Belange interessiert, etwas, an dem er eigentlich nicht vorbeigehen kann. Er muss darum wissen, wenn er sie erreichen will.

Impulse für Ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Dass sich aus dem, was Kinder und Jugendliche sich erdichten und erzählen, wichtige Impulse für die Kinder- und Jugendpolitik sowie die Integrationspolitik ergeben können, dürfte auf der Hand liegen. Allen Institutionen, die mit jungen Menschen zu tun haben, wie Schulen, Jugendgruppen, Migrant*innenvereine bis hin zu den politischen Verbänden bietet das Buchprojekt eine Chance zur Standortbestimmung und zur Reflexion über das, was bisher in der Arbeit mit diesen Kindern und Jugendlichen erreicht wurde. Das gilt sicherlich auch für Sie und die Institution, für die Sie tätig sind. Oder? Und deshalb bitten wir Sie um Ihr Engagement und Ihre Unterstützung! Lassen Sie also die Kinder und Jugendlichen, mit denen Sie es zu tun haben, Texte schreiben! Entscheidend ist, dass sie auf irgendeine Weise mit dem Thema zu tun haben und interessant sind.

Ihre Aufgabe als Multiplikator

Bitte geben Sie den Kindern und Jugendlichen, mit denen Sie zu tun haben, Raum und Zeit, Texte zum Thema „Zwischen den Stühlen“ zu verfassen! Nutzen Sie Ihre Position als Lehrer/in, Jugendleiter/in, Sozialarbeiter/in, Erzieher/in, Elternteil, usw., ermutigen und beraten Sie sie! Ermuntern Sie sie, in der Sprache zu schreiben, in der sie sich zu Hause fühlen!
Bitte fordern Sie Flyer für die Weitergabe an Ihre Schüler/innen, Kinder und Jugendlichen an, mit denen Sie arbeiten oder zu denen Sie Kontakt haben. Geben Sie diese an sie weiter, laden Sie sie ein und leiten Sie die gesammelten Texte bitte weiter! Bitte wählen Sie diese nicht vorher aus! Schicken Sie uns möglichst alle Texte, die bei Ihnen entstanden sind! Oft genug gibt es auch bei scheinbar Schlechterem einige Beiträge, die trotz mangelnder Sprachrichtigkeit Interessantes aufzeigen!

Weitere Informationen zu den Essener Anthologien

Mit dieser Buchreihe und insbesondere mit diesem neuen Buchprojekt wollen wir gerne

•     Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte in der Familie zum freien
Schreiben anregen,
•     ihnen bis in bildungsferne Schichten hinein über das Schreiben neue Perspektiven
eröffnen, wie sie sich mit ihren Vorstellungen und Bedürfnissen in unsere Gesellschaft einbringen können,
•     für sie Leistungsanreize schaffen, indem herausragende „literarische“ Einzelleistungen   
             mit der Aufnahme in die Anthologie belohnt werden,
•     ihnen ein literarisches Podium für eine gelungene Verständigung mit sich selbst und
             anderen bieten,
•     Brücken bauen, wo es notwendig ist,
•     einen Beitrag zur ästhetischen Erziehung leisten,
•     auf literarischer Ebene Impulse für eine intensive Bildungsarbeit setzen.

Am Ende soll ein Buch stehen, in dem die interessantesten Texte veröffentlicht werden, die im Rahmen des Projektes entstanden sind.
Die Chance zur Standortbestimmung

Das Ziel dieser Reihe ist es, einen ganz besonderen Blick auf die Sichtweisen von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund im Ruhrgebiet zu werfen. Was bewegt sie? Was fühlen sie? Wofür stehen sie? Wohin wollen sie? Es sind Fragen, deren Beantwortung für uns alle wichtig ist. Denn wie sie junge Menschen beantworten, zeigt an, wohin die Reise unserer Gesellschaft geht. Gelingt es, die Kinder und Jugendlichen in unsere Erwachsenenwelt zu integrieren? Werden sie ihren Platz in unserer Gesellschaft finden, egal, ob sie oder ihre Eltern in Deutschland geboren wurden oder nicht?
Fast schon seismographisch zeigen die neunzehn Anthologien, die bisher erschienen sind, auf, was sich bei den Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet verändert und wo sie Kontinuitäten bewahren. Das geschieht sicherlich nicht mit Hilfe wissenschaftlich-exakter Methoden, wohl aber sehr persönlich und authentisch. Auf diese Weise sind die Essener Anthologien, die Ruhrlesebücher, mit ihren inzwischen über zweitausend veröffentlichten Texten geradezu zu einem Schatz der Jugendkultur geworden. Es ist wohl die einzige Buchreihe in der Bundesrepublik Deutschland für diese Altersgruppe, die so lange existiert und wirkt! Das jeweils neue Thema entsteht dabei immer wieder in Auseinandersetzung mit dem, was an Beiträgen für die letzte Anthologie erschrieben worden ist und was sich vor diesem Hintergrund an zentralen Fragen stellt. Genauso ist es auch bei dem neuen Buchprojekt.

Die bisherigen Titel:

„Fremd und doch daheim?!“, Vechta 2005,
„Dann kam ein neuer Morgen“, Vechta 2006,
„Heute ist Zeit für deine Träume“, Vechta 2007,
„Pfade ins Revier – Pfade im Revier“, Vechta 2008,
„Ruhrkulturen. Was ich dir aus meiner Welt erzählen möchte“, Vechta 2009,
„Märchenhaftes zwischen Emscher und Ruhr“, Vechta 2010,
„Zwischen meinen Welten unterwegs“, Vechta 2011,
„Wenn Wasser erzählt“, Vechta 2012,
„Dann öffnete sich mir die Tür“, Vechta 2013,
„Wie die Zeit vergeht“, Vechta 2014,
„Was mir Hoffnung macht“, Vechta 2015,
„Von Grenzen und Grenzverschiebungen“, Vechta 2016,
„WER ich WO bin?!“, Vechta 2017,
„Vom Glück und seinen Launen“, Vechta 2018,
„Ich begann zu erzählen“, Vechta 2019,
„Auf-BRUCH in meine Zukunft“, Vechta 2020,
„Punkt. Kinder und Jugendliche aus dem Revier mischen sich ein“, Vechta 2021,
„Vom Wachsen und Werden“, Vechta 2022,
„Was mich in diesen Zeiten voranbringt“, Visbek 2023,
„Zwischen meinen Stühlen“, Visbek 2024.

Von sich selbst erzählen

Wenn sich Kinder und Jugendliche mit dieser Thematik beschäftigen, so berührt das zentrale Fragen ihrer Existenz. Der Schweizer Autor Peter Bichsel sagte schon 1982 in seinen Frankfurter Poetik-Vorlesungen: „Wer sich auf das Erzählen einlässt, der (...) tut es, um sein Leben zu leben.“ (P. B., Der Leser. Das Erzählen, Darmstadt und Neuwied 1982). Dieser programmatische Satz könnte auch für das stehen, was die neue Ruhrgebietsanthologie will. Wenn junge Menschen anfangen zu erzählen, dann sind das keine Fingerübungen. Schon gar nicht, wenn es um ihre Belange geht. Denn in ihren Texten setzen sie sich mit ihren Erfahrungen auseinander und beziehen diese auf ihre Wirklichkeit. Was sie erzählen und wie sie dies tun, spiegelt also viel von dem, was in ihnen vorgeht. Und das ist wichtig, damit sie ihre persönliche Zukunft in unserer Gesellschaft finden. Wie verarbeiten sie das, was sie erlebt haben? Wie beschreiben sie, was gewesen ist? Welche Worte finden sie für die Fakten, welche für das, was es zu gestalten gilt? Welche Erkenntnisse führen sie weiter? Gehen sie auf eine Fantasiereise oder bleiben sie im Hier und Jetzt stecken? Welche (literarische) Formkraft entwickeln sie, um das darzustellen, was sie darstellen wollen?

Schluss

Natürlich können wir Ihnen an dieser Stelle nur Hinweise geben, wie Sie mit den angehenden Jungautorinnen und -autoren schreibend vorwärtskommen. Melden Sie sich bitte, wenn Sie Fragen haben! Es geht um die Kinder und Jugendlichen. Sie sollen vorwärtskommen.

Wichtige Hinweise

1 bis 3 Texte pro Person (jeweils max. 3 Din A4-Seiten).

Die Ausschreibungsfrist endet am 1. August 2025.

Die Adresse (zur Abgabe der Texte)

Kulturzentrum Grend
z. Hd. Artur Nickel
Stichwort „Jugendanthologie“
Westfalenstraße 311
45276 Essen
Absender (Telefonnummer, E-Mail-Anschrift und Alter nicht vergessen!)

Die Jugendlichen, deren Texte aufgenommen werden, werden schriftlich informiert. Wer an dem Projekt teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, dass sein Beitrag in dem Buch und in Verbindung damit gegebenenfalls auch in anderen Medien veröffentlicht wird. Eingesandte Texte können leider nicht zurückgeschickt werden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Infos

www.arturnickel.de
www.geestverlag.de
www.grend.de


Im November 2025 soll die Anthologie erscheinen und in der Volkshochschule Essen mit einer öffentlichen Lesung präsentiert werden. Das geben wir rechtzeitig bekannt. Danach kann es weitere Lesungen und Veranstaltungen im Ruhrgebiet geben, um das Buch zu präsentieren und die in den Texten angesprochenen Themen in Schulen und anderen Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, zu diskutieren. Natürlich können Sie, so Sie dies wollen, mit dem Buch/den Büchern auch eigene Präsentationsformate in Ihrem Umfeld mit „Ihren“ Kindern und Jugendlichen entwickeln. Es gibt da bereits einige Vorbilder. Wenn Sie an all dem Interesse haben, Anregungen haben oder uns unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an uns! Das Gleiche gilt, wenn Sie andere Fragen zu dem Buchprojekt haben.

Wir sind gespannt auf die Texte und verbleiben
mit herzlichen Grüßen

Dr. Artur Nickel
(Herausgeber)

Gemma Russo-Bierke
(Geschäftsführerin Kulturzentrum Grend)

Alfred Büngen
(Verleger Geest-Verlag)

Kontaktdaten:

Dr. Artur Nickel
44869 Bochum
Am Stenshof 117
Tel.: 0173-2625830
Mail: arturnickel@web.de
www.arturnickel.de

Gemma Russo-Bierke
Kulturzentrum Grend
Westfalenstraße 311
45276 Essen
Tel.: 0201-85132
www.grend.de

Alfred Büngen
(Verleger)
Geest-Verlag
Marienburger Straße 10
49429 Visbek
Tel.: 04445 - 3895913
info@geestverlag.de
 www.geestverlag.de
 

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