Aissatou
Ich lernte dich vor unserm Bahnhof kennen,
du standst verloren dort herum
und lächeltest nur – scheu und stumm.
Drei Wochen später, wieder war’s am Bahnhof,
da sah ich dich zum zweiten Mal.
„Aissatou“ sagtest du. Und „Senegal.“
Inzwischen ist ein langes Jahr vergangen,
in dem ich viel, sehr viel gelernt von dir.
Noch fühlst du dich, sagst du, nicht heimisch hier.
Auch mir ist fremd noch manches, was du sagst,
und finde, das ist ganz in Ordnung so.
Doch dass wir Freunde sind, das macht mich froh: