Das Tier ging über den Hof und verschwand im Winter
In deinen Träumen ist immer noch November. Die Schattenkarawane zieht an dir vorüber, vorbei an gefallenen Türmen. Du stülpst dir einen Wolfspelz über und hältst mir Blicke vor, die ein ums andere das Tor zur Nacht durchkreuzen.
Heute ist der Brombeerstrauch ein Kind und du: ein Baum mit Rindenhaut und Blätterdaumen. Ich habe dich aus mir herausgehoben. Der Mohn verblühte und noch immer warst du abgemüht, ein Wolf zu sein.
Warum soll diese Zeit anders sein als die übrige Zeit? Warum sollen wir lachen und strahlen, uns beeilen, uns verzeihen, und warten?
Woran denken wir Tag für Tag vor der gesegneten Heiligen Nacht? Denken wir an die Strapazen, an die Wunden, an die Schmerzen? Erinnern wir uns an die Schulden, an die Sünden?
Woran denken wir in der Zeit vor der Zeit? Denken wir an die Bescherung, die uns heute vereint?
Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll, Der Kinder denkend, die ich liess zu Haus. Weihnachten wars; durch alle Gassen scholl Der Kinderjubel und des Marks Gebraus.
Und wie der Menschenstrom mich fortgespuelt, Drank mir ein heiser Stimmlein in das Ohr: “Kauft, lieber Herr!” Ein mageres Haendlein hielt feilbietend mir ein aermlich Spielzeug vor.