Bad Nauheim (pm). Autorin Cornelia Koepsell liest am Freitag, 4. April, ab 19 Uhr im Erika-Pitzer-Begegnungszentrum (Blücherstraße 23) aus ihrem Buch »Die Unbezähmbaren«. Die Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung vom Mütter- und Familienzentrum (Müfaz) und dem Ausländerbeirat Bad Nauheim.
Zum Inhalt: Nachkriegszeit. Eine Familie aus Guben an der Neiße versucht sich nach der Flucht 1945 in Schleswig-Holstein eine neue Existenz aufzubauen. Die Eltern sind Erben einer inzwischen verstaatlichten Textilfabrik, werden als Flüchtlinge und Habenichtse diskriminiert. Die Tochter Julia rebelliert gegen die Benachteiligungen, die sie als Mädchen ertragen muss. Tante Frieda wird ihre beste Freundin. Diese wurde nach drei Fehlgeburten von ihrem Ehemann verlassen. Er heiratet eine andere. Nach dem Krieg herrscht ein großer Frauenüberschuss. Es gibt doppelt so viele Frauen wie Männer. Dennoch gelten Ehe und Familie als das große Lebensziel. Kriegerwitwen, Geschiedene und Ledige haben einen schweren Stand. So auch Tante Frieda…
Im Anschluss an die kostenfreie Lesung ist Gelegenheit zum Gespräch und für Fragen mit der Autorin. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Anzeige
Autorin Cornelia Koepsell ist Jahrgang 1955. Das literarische Schreiben verfolgt sie seit 2002, hat über 100 Einzelveröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien getätigt sowie den 3. Preis des Schwäbischen Literaturpreises in 2011 und den 1. Preis beim Frauen-Literaturpreis 2020 gemacht. Auch interessant Kommentare
Aleida Assmann schreibt über Jenny Schons wichtigen Roman: „Der Roman orientiert sich an den „Marken der Zeit“, Markierungen und Schwellen, die im Leben lesbar bleiben, aber nicht gleich entziffert werden können“.
Es wird auch aus "...halbstark. Ein Roman der Nachkriegszeit", Geest Verlag, gelesen.
"Eure Armut kotzt mich an" - Unter diesem Titel ist vom 1. April bis 30. April 2025 in der Wesselinger Galerie Schwingeler Hof eine Ausstellung des Künstlers Dennis Josef Meseg zu sehen. Mit seinen beeindruckenden Installationen und Performances rückt er die verschiedenen Facetten von Armut in den Fokus. Die Ausstellung lädt zur Reflexion, zum Dialog und zur Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlich höchst relevanten Thema ein.
"Lautlos nach unten" - Am Sonntag, 6. April liest Manfred Cibura ab 16.30 Uhr aus seinem Roman – inmitten dieser Kunst. Sein Buch und diese eindrucksvolle Ausstellung versprechen einen spannenden Dialog. In seinem Buch geht er der Frage nach, wie die Menschen in unserem Land reagieren würden, wenn scheinbar tollwütige Algorithmen die gesamte Finanzwelt erschüttern, das Vermögen der Reichen und Superreichen schlicht umverteilen und finanzielle Armut beenden.
Am Montag, 7.4. um 18.30 Uhr trofft sich die Lyrikergruppe im Geest-Verlag. Thema: Planung der einzelnen Lesungen und der Lesereise mit den ersten Stationen 'Schattenfarben fangen' in Verden, Bremen und Hannover.
Am Donnerstag, den 10.04.2025 um 18:30 Uhr ist die Autorin Barbe Maria Linke in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zu Gast. Sie stellt ihr neues Buch „Endlose Ufer“ – eine Geschichtensammlung vor.
Ein treffender Titel – denn ihre Short Stories erzählen von Übergängen, mal fließend, mal abrupt, oft unmerklich. Nach ihren zahlreichen Romanen zeigt Barbe Maria Linke, dass sie auch die kleine Form beherrscht. Mit wenigen Pinselstrichen zeichnet sie eindrucksvolle Gemälde. Da geht es immer wieder um die mächtigen Themen der Vergangenheit, die noch das Heute prägen, etwa die Grausamkeiten des Nationalsozialismus oder die Schrecken der DDR-Diktatur. An Einzelschicksalen spüren wir die Absurdität, zu der der Mensch verurteilt ist. Aber wir schmecken auch den Lebenshunger, der nach vorn blicken und Neues wagen lässt. Nähe und Distanz, Liebe und Identität bestimmen diese literarischen Kostbarkeiten. (Georg Schwikart, Bonn)
Kurzweil! – Autorenlesung mit Moderation Beate Kraus
13.04.2025
Üxheim-Ahütte
Das Publikum darf sich an diesem Nachmittag freuen auf verschiedene Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland, welche Kostproben ihrer unterschiedlichsten Texte vorstellen – und das mit freiem Eintritt!
Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Literaturlesung ernster und lustiger Kurzgeschichten und Lyrik Im zweiten Teil folgt ab 15 Uhr eine Literaturlesung mit Ausschnitten aus aktuellen Romanen.
Teilnahme möglich solange Plätze frei. Kleine Spenden für die Autoren werden nicht abgelehnt. Die Autoren lassen einen Hut rumgehen.
Führung mit Lesung 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke Auf seinen Spuren in Schmargendorf Mittwoch, 23. 4. 2025, 14 Uhr Anmeldung erforderlich jenna . schon @ web . de 15 Euro pro Person
Sigrid Heising liest aus ihrem Roman 'Von Schnecken und Samtkrägelchen', Geest-Verlag
Ihre Lebensbiografie ist ein Gang durch die deutsche Geschichte von den letzten Kriegsjahren bis in die heutige Zeit. In wunderbar erzählten Episoden erzählt sie über Ihr Leben, dass sie irgendwann gegen den Willen der Eltern in die Schauspielerei führte. Wir lernen über ihre Erzählungen das schwierige Leben als Frau in der Schauspielerei und im Filmgeschäft kennen. Am Ende der Karriere schaltet sie noch einmal um, studiert und promoviert in der Germanistik. Im Jahr 1937 in Saarbrücken geboren, verlebte den Beginn ihres Lebens kurz darauf in Metz, wo sie auch noch eingeschult wurde. Da 1944 alle Deutschen Frankreich schnellstens wieder verlassen mussten, bedeutete dies Flucht für die Mutter mit zwei kleinen Kindern ohne zunächst den Vater. Im Zufluchtsort Göttingen blieben sie und in der Folge alle weiteren Ankömmlinge der Familie einige Jahre. Da sie in eine überaus künstlerische Familie hineingeboren wurde, setzten ihre Eltern ein Studium für Malerei und Graphik fest, was sie jedoch in aller Heimlichkeit in ein Schauspielstudium umwandelte. Unter ihrem Mädchennamen Sigrid Emmrich arbeitete sie danach viele Jahre als Schauspielerin an großen deutschen und Schweizer Theatern. Die unterschiedlichsten Rollen, später auch in Funk und Film in Hamburg, konnten sie jedoch nicht davon abhalten, aus Sorge um die Zukunft, mitten im Leben nochmals zu studieren. Vorgeschaltet als eigene Prüfung ihrer Fähigkeiten im bereits fortgeschrittenen Alter schloss sie mit der Prüfung der Hamburger Industrie- und Handelskammer in acht Fächern die Ausbildung als Sekretärin ab, um sofort danach ein Pädagogikstudium aufzunehmen und bis zur Promotion im Fach Deutsch abzuschließen. So kam sie schließlich in Vechta als Leiterin des Studienseminars an. Ein Jahr vor ihrer Pensionierung begann sie dort, an verschiedenen Orten innerhalb der Stadt Stücke der klassischen Theaterliteratur zu inszenieren. Und jetzt hat sie begonnen, Erlebtes und Bemerkenswertes zu Papier zu bringen, wie in diesem Buch.
Als Schauspielerin hat sie gelernt, das Geschriebene wunderbar dazubieten. Die Zuhörer erwartet ein spannender und zugleich unterhaltsamer Abend.